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Familienfreundliche Unternehmen haben gesündere Mitarbeiter

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Familienfreundliche Firmen haben gesündere Mitarbeiter

04.03.2013, 15:06 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Familienfreundlichkeit - in der Arbeitswelt ist das mehr als ein Begriff und offenbar nicht nur für die Angestellten von Vorteil. Eine Studie hat ergeben: Von einer familienfreundlichen Atmosphäre profitieren auch die Arbeitgeber. Zum Beispiel liegt die Krankheitsquote ihrer Beschäftigten um 22 Prozent niedriger als im Durchschnitt. Noch dazu arbeiten die Mitarbeiter in den positiven Betrieben schneller und kündigen seltener.

Die Studie erstellt hat das Forschungszentrum Familienfreundliche Personalpolitik (FFP) mit Sitz in Münster. 2007 und 2012 wurde dafür das Familienbewusstsein bei Geschäftsführern und Personalverantwortlichen von 944 Unternehmen abgefragt. Auftraggeber der Studie ist die Frankfurter berufundfamilie GmbH, die 1998 von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung gegründet wurde.

Wer nichts anbietet, hat höhere Krankheitsquote

Während bei den positiven Beispielen die Krankheitsquote sinke, steige sie bei wenig familienbewussten Unternehmen auf 27 Prozent über den Durchschnitt. Im Durchschnitt belegten die Daten, "dass sich das betriebliche Familienbewusstsein in der Breite der Unternehmenslandschaft erhöht hat", schreiben die Autoren.

Dem Forschungsinstitut zufolge ist die Studie im Hinblick auf Beschäftigtengröße und Branchenzugehörigkeit für Deutschland repräsentativ. Telefonisch wurden demnach 21 Fragen zum Thema Familienfreundlichkeit gestellt und 25 unterschiedliche Kennzahlen abgefragt.

Wettbewerb um Personal verstärkt offenbar Engagement

Überdurchschnittliche Werte bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen der Studie zufolge Unternehmen, "die sich selbst unter einem starken Wettbewerbsdruck auf dem Personalmarkt sehen". Familienbewusster seien zudem meist Firmen, die einen hohen Frauenanteil und eine junge Belegschaft haben.

Nur beim Thema Kollegialität seien die Werte 2012 hinter 2007 zurückgefallen, so die Autoren: "Eine Erklärung könnte sein, dass Beschäftigte ohne Familienpflichten sich aufgrund der verstärkten Rücksichtnahme auf Kolleginnen und Kollegen mit Familienpflichten nicht gleichberechtigt behandelt fühlen."

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