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Arbeitsrecht: Hollister schränkt Mitarbeiter-Kontrollen ein

04.04.2013, 13:58 Uhr | t-online.de, dpa

Arbeitsrecht: Hollister schränkt Mitarbeiter-Kontrollen ein. In der Frankfurter Hollister-Filiale waren die Arbeitsbedingungen bislang wohl nicht perfekt (Quelle: dpa)

In der Frankfurter Hollister-Filiale waren die Arbeitsbedingungen bislang wohl nicht perfekt (Quelle: dpa)

Die Modemarke Hollister ist bei vielen Jugendlichen absolut angesagt, hinter den Kulissen der Marke scheint es aber weniger entspannt zuzugehen. Wegen umstrittener Kontrollen der Mitarbeiter zog der bisher einzige Hollister-Betriebsrat in Deutschland der Frankfurter Filiale vor das hessische Landesarbeitsgericht (LAG). Dort fanden Arbeitnehmervertreter und Arbeitgeber eine Lösung - vorläufig.

Überprüfung nach Würfelprinzip

Demnach werden die Taschen der Frankfurter Hollister-Mitarbeiter vorerst nur stichprobenartig geprüft. Hessens Landesarbeitsrichter stellten daher das Verfahren über Arbeitsbedingungen bei der Modekette am Donnerstag ein (Az.: 5 TaBVGa 8/13).

Bis zum Abschluss einer endgültigen Betriebsvereinbarung werden Taschen nach einem "Würfelprinzip" kontrolliert: Wer eine Vier würfelt, wird überprüft. Die Modekette mit 17 Shops bundesweit gehört zum US-Konzern Abercrombie & Fitch.

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Verstoß gegen Persönlichkeitsrecht

In der Klageschrift hieß es nach Angaben des "Hessischen Rundfunks", jeder Mitarbeiter habe beim Verlassen des Ladens Jacke und Handtasche öffnen müssen. Für Arbeitsrechtler verstoßen standardmäßige Taschenkontrollen oder Leibesvisitationen gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Beschäftigten.

In dem Fall hatte es schon Mitte Dezember ein Urteil gegeben, berichtete der Sender. Dabei hatte sich vor dem Frankfurter Arbeitsgericht die Modekette zunächst durchgesetzt, weil der Betriebsrat erst vier Wochen zuvor gegründet worden war. Das sei zu kurz, um das Mitbestimmungsrecht einklagen zu können, befand das Gericht.

Generell sind Arbeitsrechtlern zufolge Taschenkontrollen oder das Abtasten von Beschäftigten nur dann erlaubt, wenn die Arbeitnehmervertreter dem ausdrücklich zugestimmt haben.

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