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Unmotivierte Arbeitnehmer kosten deutsche Firmen 124 Milliarden

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Erschreckendes Ergebnis  

Unmotivierte Arbeitnehmer kosten deutsche Firmen 124 Milliarden

05.10.2013, 12:52 Uhr | t-online.de

Unmotivierte Arbeitnehmer kosten deutsche Firmen 124 Milliarden. Stress durch zu viel Arbeit ist am Ende auch für die Unternehmen richtig teuer, heißt es in einer Gallup-Studie (Quelle: Archiv)

Stress durch zu viel Arbeit ist am Ende auch für die Unternehmen richtig teuer, heißt es in einer Gallup-Studie (Quelle: Archiv)

Diese Zahl ist erschreckend hoch: Unmotivierte Arbeitnehmer kosten die deutschen Unternehmen rund 124 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Marktforschers Gallup, berichtet die "Wirtschafts-Woche". Fast ein Viertel habe innerlich gekündigt. Die Untersuchung passt zu anderen Studien, die auf eine zunehmende psychische Belastung am Arbeitsplatz hindeuten.

Der Gallup-Erhebung zufolge sind derzeit nur 15 Prozent der Arbeitnehmer in ihrem Job sehr engagiert. Der Anteil derer, die innerlich gekündigt hatten, stieg seit 2001 von 15 Prozent auf nun 24 Prozent. Die große Mehrheit von 61 Prozent ist auch nicht gerade glücklich: Sie macht Dienst nach Vorschrift und müht sich, am Arbeitsplatz nicht aufzufallen.

Stress am Arbeitsplatz schlimmer als Arbeitslosigkeit

Im Schnitt fehlen die Arbeitnehmer, die innerlich gekündigt haben, 3,5 Tage im Jahr mehr als ihre hoch engagierten Kollegen. Im Vergleich sind sie unglücklicher und leiden daran psychisch wie körperlich sogar stärker als Arbeitslose, heißt es in der Studie.

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Als Verantwortliche macht Gallup-Studienverantwortlicher Marco Nink die "direkten Vorgesetzten aus, die Mitarbeiter vernachlässigen und sie häufig nicht respektvoll genug behandeln". Auffällig: "Weder zwischen Ländern noch Branchen bestehen signifikante Unterschiede", so Nink. Nur die emotionalen Bedürfnisse von Arbeitnehmern in der Produktion würden noch stärker vernachlässigt als in anderen Unternehmenssparten.

Jeder Vierte lässt die Mittagspause aus Zeitmangel ausfallen

Erst kürzlich hatte die Techniker Krankenkasse (TK) berichtet, dass die Zahl alkoholbedingter Krankschreibungen steige - unter anderem wegen psychischer Probleme. Eine andere TK-Studie hatte ergeben, dass 25 Prozent der Beschäftigten die Mittagspause ausfallen lassen. Ihnen fehle wegen zu viel Arbeit die Zeit für eine Pause. Laut dem "Stressreport 2012" haben zudem in den vergangenen Jahren Krankheiten wie Rücken- oder Kopfschmerzen stetig zugenommen.

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