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Ronald Pofalla: Deutsche Bahn will Aufnahme in Vorstand vertagen

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Entscheidung verschoben  

Kein schneller Wechsel von Ronald Pofalla zur Bahn

22.01.2014, 14:29 Uhr | dpa, t-online.de

Ronald Pofalla: Deutsche Bahn will Aufnahme in Vorstand vertagen. Dass Ronald Pofalla (CDU) ohne längere Wartezeit vom Kanzleramt in den Bahn-Vorstand wechseln will, sorgt für Empörung (Quelle: dpa)

Dass Ronald Pofalla (CDU) ohne längere Wartezeit vom Kanzleramt in den Bahn-Vorstand wechseln will, sorgt für Empörung (Quelle: dpa)

Ein möglicher Wechsel von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) in den Vorstand der Deutschen Bahn liegt auf Eis. In seiner nächsten Sitzung am 26 März will sich der DB-Aufsichtsrat noch nicht mit der umstrittenen Personalie befassen.

"Am 26. März stehen keine Personalentscheidungen an", sagte Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube bei einem Empfang in Berlin. Er werde dem Aufsichtsrat an diesem Tag lediglich ein Konzept für die Neuausrichtung der Fachbereiche "Wirtschaft, Politik und Regulierung" sowie "Europäische Angelegenheiten" vorlegen. Zur übernächsten Sitzung kommt der Aufsichtsrat dem Vernehmen nach am 18. Juni zusammen.

Personalvorschlag angekündigt

Deren Leiter Georg Brunnhuber und Joachim Fried werden in nächster Zeit in Rente gehen. Noch am 7. Januar hatte Grube gemeinsam mit Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht angekündigt, er werde Ende März auch einen Personalvorschlag unterbreiten. Zuletzt hatte aber auch der "Spiegel" berichtet, Pofalla solle erst 2015 zur Bahn wechseln.

Grube sagte bei dem Empfang am Dienstag, die Arbeit, die in den beiden Fachbereichen anfalle, werde "nicht weniger - ganz im Gegenteil". Das politische Umfeld in Berlin, den Bundesländern "und noch stärker in Brüssel" sei für den Unternehmenserfolg der Bahn "ganz entscheidend".

Bahn sträubt sich gegen Pläne der EU

In der EU-Kommission sei eine Trennung von Infrastruktur- und Transportbereichen bei den europäischen Bahnen leider "noch nicht vom Tisch". "Meine Kollegen und ich werden gemeinsam mit der Bundesregierung weiter gegen diese grundfalschen Pläne aus Brüssel kämpfen", sagte Grube. Denn das "integrierte Modell" mit Fahrbetrieb und Schienennetz in einer Hand habe sich bewährt.

Die Deutsche Bahn ist zu 100 Prozent Eigentum des Bundes, aber seit 1994 privatrechtlich als Aktiengesellschaft organisiert. Anfang Januar wurde der mögliche Wechsel des CDU-Politikers Pofalla in den Bahn-Vorstand publik und stieß auf scharfe Kritik. Die schwarz-rote Koalition will den Zeitabstand bei einem Wechsel ausgeschiedener Bundesminister in die Wirtschaft nun per Gesetz regeln.

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