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Daniel Bahr: Ex-Gesundheitsminister wird Allianz-Vorstand

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Neuer Job  

Ex-Gesundheitsminister Daniel Bahr wird Allianz-Vorstand

30.09.2014, 11:54 Uhr | t-online.de, rtr, AFP

Daniel Bahr: Ex-Gesundheitsminister wird Allianz-Vorstand. Daniel Bahr wird Vorstand bei der Allianz Private Krankenversicherung AG (Quelle: imago/ Sascha Ditscher)

Daniel Bahr wird Vorstand bei der Allianz Private Krankenversicherung AG (Quelle: imago/ Sascha Ditscher)

Der langjährige FDP-Politiker Daniel Bahr hat beim Versicherungskonzern Allianz einen neuen Job gefunden. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister wird Vorstand bei der Privaten Krankenversicherungs AG der Allianz. Dort werde er die Leitung des sogenannten Leistungsmanagements übernehmen und so zum obersten Vertriebskoordinator des Unternehmens werden, heißt es in einer Mitteilung der Allianz.

Daniel Bahr wird ab 1. November 2014 als Generalbevollmächtigter in die Allianz Private Krankenversicherung (APKV) eintreten und dort die Bereiche Leistungsmanagement und Zentrale Vertriebskoordination übernehmen. Der 37-Jährige solle nach einer Einarbeitungszeit - vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - in den Vorstand berufen werden, heißt es in der Pressemitteilung.

"Daniel Bahr wird die APKV als ausgewiesener Gesundheitsexperte unternehmerisch voranbringen. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit", sagte Allianz-Deutschland-Chef Markus Rieß.

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Erst Obama-Reform-Berater - nun PKV-Vorstand

Bahr war von 2011 bis 2013 Bundesgesundheitsminister. Mit dem Ende der schwarz-gelben Koalition verlor der studierte Volkswirt und Gesundheitsökonom den Posten, er arbeitete danach für das US-Beratungsinstitut Center for American Progress, das unter anderem die Regierung von US-Präsident Barack Obama bei der Gesundheitsreform berät.

Bei der Allianz wird Daniel Bahr dann oberster Vertriebs-Chef aller Produkte zur privaten Krankenversicherung - auch vom sogenannten "Pflege-Bahr". Die nach ihm benannte staatlich geförderte, private Pflege-Zusatzversicherung wurde Anfang 2013 eingeführt, da die Zahl der Pflegebedürftigen in Anbetracht der demografischen Entwicklung weiter zunehmen wird.

Kein Interessenkonflikt zur Politik?

Einen Interessenkonflikt mit seiner politischen Tätigkeit sieht der studierte Gesundheitsökonom Bahr nicht: "Meine Ausbildung und mein Engagement in den vergangenen Jahren für das Gesundheitswesen führen für mich logisch dazu, dass ich in diesem Bereich auch weiter tätig bin", sagte Bahr der "Süddeutschen Zeitung". "Es wäre ja eher verwunderlich gewesen, wenn ich jetzt für die Automobilindustrie arbeiten würde, wo ich mich nicht auskenne."

Bahr betonte, dass er nicht als Lobbyist tätig sein werde, sondern sich um die Verträge kümmern werde, die die Allianz mit Ärzten und Kliniken abschließt. "Mein Schreibtisch ist in München. Meine Aufgabe ist es, Verantwortung im Unternehmen zu übernehmen und nicht, politische Entscheidungen zu beeinflussen", sagte er der "SZ". Die Karenzzeit zwischen seinem Ausscheiden aus dem Ministeramt und der Übernahme des neuen Jobs nannte er "hinreichend".

Wechsel sorgt für Kritik

Der Wechsel von Bahr zum Versicherungskonzern sorgt dennoch für Diskussionen. "Einmal mehr zeigt sich, wie überfällig eine gesetzliche Regelung zur Karenzzeit für ehemalige Regierungsmitglieder vor einem Wechsel in die Privatwirtschaft ist", erklärte die parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion im Bundestag, Britta Haßelmann.

Kritik kam auch vom Arbeitnehmerflügel der CDU. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, forderte am Dienstag auf "Handelsblatt Online" eine mindestens zweijährige Karenzzeit für Minister und Staatssekretäre. "Es ist politisch unerträglich, dass ein Politiker in die Branche wechselt, für deren Regulierung er zuständig war."

"Anerkannten Gesundheitsexperten geholt"

FDP-Bundeschef Christian Lindner verteidigte den Wechsel seines Parteifreunds. Bahr sei nicht wegen seiner Kontakte, sondern wegen seiner "Kenntnisse als anerkannter Gesundheitsexperte" an Bord geholt worden, sagte er dem "Handelsblatt".

Zuletzt hatten vor allem der ehemalige Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) und Ex-Kanzleramtschef Ronald Pofalla (CDU) mit ihren Wechseln in die Wirtschaft Kritik geerntet. Niebel wechselt zum Rüstungskonzern Rheinmetall, Pofalla geht zur Deutschen Bahn. Beide sollen dort allerdings explizit Lobbyisten-Tätigkeiten übernehmen.

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