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Was soll ich studieren? Soziale Studiengänge in Deutschland

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Soziale Arbeit  

Soziale Studiengänge: 5 Optionen für Studienanfänger

08.04.2016, 11:37 Uhr | hm (CF)

Was soll ich studieren? Soziale Studiengänge in Deutschland. Soziale Studiengänge bieten verschiedene Zukunftsperspektiven. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Soziale Studiengänge bieten verschiedene Zukunftsperspektiven. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Soziale Studiengänge sind die richtige Wahl, wenn Sie gerne mit Menschen arbeiten und auch schwierige Situationen Sie nicht aus der Ruhe bringen. Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten Sie haben, wenn Sie eine Karriere im sozialen Bereich anstreben.

1. Soziale Arbeit

Soziale Arbeit ist wohl einer der klassischsten Vertreter der sozialen Studiengänge. Als Sozialarbeiter sind Sie professioneller Problemberater und -löser für Menschen in Krisensituationen. Sie unterstützen Personen dabei, ihre Probleme möglichst eigenständig zu lösen und stehen ihnen zur Seite, wenn es darum geht, ihre Rechte und Bedürfnisse einzufordern.

Auch wenn Sie eine Karriere als Sozialpädagoge anstreben, ist Soziale Arbeit der Studiengang der Wahl. Den alten Studiengang Sozialpädagogik gibt es nicht mehr, stattdessen ist eine pädagogische Spezialisierung im Studiengang Soziale Arbeit vorgesehen.

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Im ersten Teil des Studiums erlernen Sie die Grundlagen Sozialer Arbeit. Sie erhalten einen Überblick über fach- und bezugswissenschaftliche Disziplinen. Im zweiten Abschnitt liegt der Schwerpunkt auf den einzelnen Themenfeldern der Sozialen Arbeit. Dies können beispielsweise Bildung, sozialpolitische Grundlagen, Medienpädagogik, Kultur oder Erziehung sein.

Nach dem Studium arbeiten viele Absolventen in Einrichtungen von Städten und Gemeinden. Andere spezialisieren sich auf die Arbeit mit behinderten Menschen und sind in speziellen pädagogischen Einrichtungen tätig. Weitere Tätigkeitsfelder sind Erwachsenenbildung an Volkshochschule sowie Arbeit mit Kindern in Kinderheimen, Jugendfreizeitstätten und Kinderparks.

2. Erziehungswissenschaften

Die Erziehungswissenschaften bzw. Pädagogik befassen sich überwiegend mit den Themen Bildung und Erziehung - unabhängig vom Aufgabenbereich von Lehrern. Das Studium ist eine interdisziplinäre Fachrichtung, in der viele Bereiche miteinander verknüpft sind. Als Pädagoge arbeiten Sie nicht zwangsläufig mit Kindern. Auch die Erwachsenenbildung ist ein wichtiger Bereich der Erziehungswissenschaften. Ebenso sind Absolventen dieser Studiengänge in Einrichtungen für Senioren gefragt. Mit einer Spezialisierung auf Heil- und Sonderpädagogik unterstützen sie später meist Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung. Im Bereich Didaktik dreht sich alles um verschiedene Unterrichtsformen und Lerntheorien.

In der ersten Phase des Studiums der Erziehungswissenschaften erwerben Sie Grundlagenkenntnisse, Inhalte sind beispielsweise die Geschichte der Pädagogik, pädagogische Handlungsformen und Anthropologie. Da es sich bei der Pädagogik an den meisten Universitäten um eine interdisziplinäre Fachrichtung handelt, kommen auch Grundlagen aus anderen Fachbereichen wie Psychologie und Soziologie hinzu. Im zweiten Teil des Studiums wird meist ein fachlicher Schwerpunkt gesetzt – beispielsweise Bildungsökonomie, Kulturpädagogik oder Erwachsenenbildung.

Nach dem Studium sind die Absolventen oftmals in außerschulischen Einrichtungen wie Jugendheimen tätig. Eine andere Tätigkeit ist die Erwachsenenbildung in Kirchen, Verbänden oder Parteien. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind als Pädagoge in Beratungseinrichtungen, in Sportzentren oder in der Forschung an der Universität.

3. Sozialmanagement

Als Sozialmanager haben Sie eine Schnittstellenfunktion. Sie kennen einerseits die Praxis der Sozialen Arbeit, haben andererseits aber auch fundierte wirtschaftliche Kenntnisse, insbesondere in Bezug auf den Betrieb sozialer Einrichtungen.

Dementsprechend umfasst dieser soziale Studiengang auch zwei Schwerpunkte: Neben der sozialwissenschaftlichen Ausbildung nimmt Betriebswirtschaft beim Sozialmanagement einen größeren Raum ein. Daher stehen auch Rechnungswesen, Recht, Controlling, Personal- und Unternehmensführung auf dem Lehrplan. An den meisten Hochschulen ist eine Spezialisierung auf einen bestimmten Sektor vorgesehen, zum Beispiel Gesundheitswesen, Soziale Arbeit und Bildungswesen.

Dank der Schnittstellenfunktion zwischen dem Sozialen und Ökonomischen haben Absolventen nach dem Abschluss eine breitere Auswahl an Arbeitsmöglichkeiten. Viele arbeiten anschließend in sozialen Einrichtungen wie Heimen, Stiftungen oder Wohlfahrtsverbänden. Eine andere Möglichkeit ist der Start in der freien Wirtschaft beispielsweise im Gesundheitsmanagement und Personalwesen. Auch besteht die Chance als freier Berater im Finanzsektor für Heime oder Non-Profit-Organisationen tätig zu seien.

4. Geschlechterforschung / Gender Studies

Zu den sozialen Studiengängen wird häufig die Geschlechterforschung bzw. Gender Studies gezählt. Meist handelt es sich dabei um einen sehr starken trans- und interdisziplinären philosophischen Studiengang, Das bedeutet, dass unterschiedliche Themengebiete und Wissenschaften unter Gendergesichtspunkten analysiert und erschlossen werden. Gender Studies beschäftigen sich mit der Bedeutung des Geschlechts in Wissenschaft und Gesellschaft und dem Verhältnis der Geschlechter untereinander.

Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtungen an den jeweiligen Hochschulen unterscheiden sich die Studieninhalte stark. Studenten der Gender Studies befassen sich unter anderem mit der Untersuchung von Geschlechterverhältnissen, geschlechtsspezifischer Diskriminierung und gesellschaftlichen Normen der Sexualität.

Wer Gender Studies studiert hat, kann im Anschluss konkret als Gleichstellungs- und Frauenbeauftragter arbeiten. Auf Grund der breiten Lernspektrums dient der Abschluss als Türöffner für Tätigkeiten in anderen Bereichen wie Personalwesen, Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen und Kultureinrichtungen.

5. Pädagogische Psychologie

Die Pädagogische Psychologie ist eng mit sozialen Studiengängen verbunden. Zusätzlich zur klassischen Psychologie beschäftigen Sie sich hier mit Erziehungs-, Unterrichts- und Sozialisationsprozessen. Pädagogische Psychologen beraten beispielsweise Lehrer und Eltern, um deren pädagogisches Handeln zu verbessern.

Dementsprechend nehmen neben der klinischen Psychologie auch Erziehungs- und Sozialwissenschaften bei diesem Studiengang großen Raum ein. Inhaltlich setzen Sie sich bei der Pädagogischen Psychologie unter anderem mit Lernprozessen und -störungen, schulischer Notengebung sowie kognitiver Entwicklung und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern auseinander.

Absolventen können konkret als Schulpsychologe arbeiten. Weitere Tätigkeitsfelder sind beispielsweise Forschungseinrichtungen an Universitäten.

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