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Löhne zwischen Branchen driften auseinander

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Lohnschere in Deutschland wird immer größer

27.06.2012, 15:35 Uhr | t-online.de - cd mit Material von dpa, dpa, t-online.de

Löhne zwischen Branchen driften auseinander. In Deutschland gibt es deutliche Unterschiede im Lohn zwischen Branchen (Quelle: imago)

In Deutschland geht die Lohnschere weiter auseinander (Quelle: imago)

Die Lohnspreizung in Deutschland zwischen den Branchen nimmt immer weiter zu. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) in einer neuen Studie. Vor allem in exportorientierten Sparten wie dem produzierenden Gewerbe seien die Löhne und Gehälter stärker gestiegen als in vielen Dienstleistungsbereichen, so die Forscher.

Seit Jahren teilweise keine Tariferhöhungen

Als Beispiel führt das IWG die Sicherheits- und Wachschutzbranche an. Laut der Tarifexpertin des Instituts, Birgit Schultz, verdient ein Drittel der bundesweit 111.000 Beschäftigten weniger als 7,50 Euro brutto die Stunde, mehr als die Hälfte weniger als 8,50 Euro pro Stunde.

Ähnlich sei es bei den rund 22.000 Floristen und rund 136.000 Friseuren in Deutschland. Für diese Beschäftigten habe es teilweise seit Jahren keine Tariflohnerhöhungen gegeben, obwohl die entsprechenden Tarifverträge seit Jahren kündbar und neu verhandelbar wären.

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Boom-Branchen mit kräftigen Lohnsteigerungen

Hingegen wurden laut IWH ungewöhnlich hohe Tarifabschlüsse in den Jahren 2011 und 2012 für die Chemie sowie die Metall- und Elektrobranche und im Offentlichen Dienst für Bund und Gemeinden getätigt. In der Chemie gibt es für die 530.000 Beschäftigten laut Schultz derzeit keine Tarifgruppe mit einem Stundenverdienst von unter zehn Euro brutto.

Die Ursachen für die Einkommensentwicklung seien vielschichtig. "Dazu gehört, wie gefragt eine Branche am Markt und wie stark exportorientiert sie ist, die unterschiedliche Qualifikation der Beschäftigten oder in welchem Umfang gesuchte Fachkräfte am Arbeitsmarkt vorhanden sind", so Schultz. Zudem kommt es seit Jahren zu einer Ausweitung der Teilzeitarbeit. Dies muss die Stundenlöhne zwar nicht verringern, aber schlägt sich im Jahresverdienst zu Grunde und begünstigt so die Lohnspreizung.

Nur noch 31 Prozent aller Unternehmen an Tarifvertrag gebunden

Die Bedeutung der Tariflöhne für die tatsächlich an die Arbeitnehmer insgesamt ausgezahlten Bruttolöhne - die Effektivlöhne - nehme aber seit Jahren tendenziell ab. Waren den Angaben zufolge 2008 noch 35 Prozent der Betriebe in Deutschland an einen Tarifvertrag gebunden, waren es 2011 nur noch 31 Prozent. Andererseits werden in Unternehmen immer häufiger außertarifliche Zusatzvergütungen, Prämien für die Stammbelegschaft oder andere zusätzliche Lohnbestandteile gezahlt, erklärte die Expertin.

Auch in der Entwicklung der Reallöhne zeigen sich deutliche Unterschiede. Das IWH kommt zu dem Ergebnis, dass es im produzierenden Gewerbe sogar reale Lohnzuwächse gab, mit Ausnahme des Jahres 2008, wo infolge der Krise die Kurzarbeit massiv ausgeweitet wurde. Bei den Leiharbeitern hingegen ging der Reallohn bis zum Jahr 2006 zurück, ehe sie nach einer kurzfristigen Stagnation jüngst wieder das Niveau aus dem Jahr 2000 erreichen konnten.

Baubranche als positives Beispiel

Als positives Beispiel führen die Autoren des Baugewerbe an. Hier gab es im Jahr 2011 eine Tariferhöhung von 5,3 respektive 6,3 Prozent, dem höchsten Tarifabschluss seit 2002. Grund hierfür ist die anziehende Immobiliennachfrage, die sowohl durch niedrige Bauzinsen als auch durch eine Verunsicherung im Zuge der Euro-Krise ausgelöst wurde. Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass dieses Beispiel zeige, dass es einen "funktionierenden Zusammenhang zwischen einer höheren Branchennachfrage, steigenden Preisen und Löhnen in diesen Bereichen gibt".

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