Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Löhne & Gehälter >

DIW-Studie: Einkommen in Deutschland nähern sich wieder an

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

DIW-Studie: Einkommen in Deutschland nähern sich wieder an

25.10.2012, 13:20 Uhr | AFP

DIW-Studie: Einkommen in Deutschland nähern sich wieder an. Die Gehälter sind im Osten stark gestiegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Gehälter sind im Osten stark gestiegen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die gute Lage am Arbeitsmarkt hat die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland einer Studie zufolge etwas schrumpfen lassen. Wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mitteilte, waren die Einkommen im Jahr 2010 etwas weniger ungleich verteilt als noch fünf Jahre zuvor. Das Armutsrisiko sank demnach allerdings nur geringfügig.

"Der jahrelange Trend einer Erhöhung der Einkommensungleichheit scheint gestoppt", erklärte der DIW-Experte Markus Grabka. Sein Kollege Jan Goebel führte dies vor allem auf die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt zurück.

Einkommen im Osten stärker gestiegen

Die jährlich verfügbaren Einkommen stiegen zwischen 2005 und 2010 in Westdeutschland um drei Prozent oder 600 Euro und in Ostdeutschland sogar um sieben Prozent oder 1100 Euro. Allerdings machten die Einkommen in Ostdeutschland im Schnitt weiterhin nur vier Fünftel des westdeutschen Einkommensniveaus aus. Das verfügbare Einkommen ist das Geld, das einem Haushalt nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben zur Verfügung steht.

Anzeige
Kreditrechner

Kreditsumme


Laufzeit





Die jährlichen Markteinkommen, die sich aus dem Erwerbseinkommen und Einnahmen aus Kapital zusammensetzen, stiegen laut DIW in Westdeutschland von 2005 bis 2010 um knapp vier Prozent oder 1000 Euro. In den östlichen Bundesländern fiel der Anstieg mit 20 Prozent oder 2900 Euro sogar noch deutlicher aus.

Mehr Menschen mit Erwerbseinkommen

Bei der Einkommensentwicklung von 2009 auf 2010 profitierten laut DIW besonders die unteren Einkommensgruppen. Während die mittleren und höheren verfügbaren Einkommen stagnierten, stiegen die verfügbaren Einkommen der weniger verdienenden 40 Prozent der Bevölkerung um überdurchschnittliche zwei Prozent. Der ärmere Teil der Bevölkerung habe von höheren Steigerungen der Tariflöhne profitiert, erklärte Grabka. Zugleich habe die Zahl der Menschen mit einem Erwerbseinkommen um 700.000 zugenommen, "während der reichere Teil der Bevölkerung Rückgänge bei den Einkommen aus Vermögen hinnehmen musste".

Die Ungleichheit der Verteilung bei den verfügbaren Einkommen ging allerdings nur in den alten Bundesländern zurück. Hier ging der sogenannte Gini-Koeffizient, ein Standardmaß zur Messung von Einkommensungleichheit, um vier Prozent zurück. In Ostdeutschland stagnierte hingegen die Ungleichheit der verfügbaren Einkommen. Bei den Markteinkommen profitierten dagegen die ostdeutschen Länder stärker. Dort ging der Gini-Koeffizient um neun Prozent zurück, in Westdeutschland nur um drei Prozent.

Kaum Änderungen beim Armutsrisiko

Auf das Armutsrisiko wirken sich die Einkommenszuwächse und die rückläufige Ungleichheit allerdings nicht besonders aus. Nach einem historischen Höchststand der Armutsrisikoquote von 15 Prozent im Jahr 2009 infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ging diese nur leicht auf 14 Prozent zurück.

Zudem beschränkte sich die leichte Verbesserung laut DIW auf Westdeutschland. "In Ostdeutschland lebt noch immer jede fünfte Person unterhalb der Armutsrisikoschwelle", erklärte Grabka. Am stärksten betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene bis 24 Jahre, da sich der Start ins Berufsleben immer weiter hinauszögere.

Berufseinsteiger mit Problemen

Außerdem müssten Berufseinsteiger immer öfter mit prekären Beschäftigungsverhältnissen wie Teilzeit oder Leiharbeit oder schlecht bezahlten Praktika vorlieb nehmen. Das Armutsrisiko steigt den Experten zufolge mit der Zahl der Kinder und sinkt mit einem Vollzeitjob.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages
Ähnliche Themen im Web

Shopping
Shopping
Nur online: neue Wiesn-Looks für Damen, Herren & Kinder
bei tchibo.de
KlingelBabistabonprix.deLidl.deStreet OneCECILMADELEINEdouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017