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Friseure: Verhandlungen über branchenweiten Mindestlohn gestartet

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Friseure: Verhandlungen über branchenweiten Mindestlohn gestartet

22.02.2013, 15:52 Uhr | AFP, t-online.de

Friseure: Verhandlungen über branchenweiten Mindestlohn gestartet. Im Friseurberuf sind die Gehälter oft ziemlich niedrig (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Friseurberuf sind die Gehälter oft ziemlich niedrig (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Im Vorfeld der Bundestagswahl ist die Debatte über einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn neu entbrannt. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnuntergrenze von 8,50 Euro die Stunde. Davon würden vor allem Mitarbeiter in Friseurbetrieben profitieren, die schon traditionell zu den schlechtbezahltesten Beschäftigen in Deutschland zählen. Der Branche sind die mickrigen Löhne inzwischen offenbar selber peinlich. Zusammen mit der Gewerkschaft Ver.di hat sie Verhandlungen für einen branchenweiten Mindestlohn aufgenommen.

Friseure verdienen im Osten unter fünf Euro

Friseure zählen hierzulande neben Mitarbeitern im Sicherheitsgewerbe und Reinigungskräften zu den Berufsgruppen mit den niedrigsten Gehältern. Im Osten der Republik erhalten die Beschäftigen zuweilen deutlich weniger als fünf Euro die Stunde. Im Westen sind die Löhne höher, aber auch noch weit von der geforderten Untergrenze von 8,50 Euro entfernt.

Das soll sich nach dem Willen von Gewerkschaften und Arbeitgebern ändern, denn es finden sich immer weniger Menschen, die für derartige Löhne noch arbeiten wollen. "Wir haben große Nachwuchsprobleme", sagte Rainer Röhr, Hauptgeschäftsführer des Friseur-Zentralverbands, der "Süddeutschen Zeitung". Allein 2011 gingen die Schülerzahlen laut Angaben der Zeitung um zwei Prozent zurück, die der Bewerber für den Friseurberuf aber um mehr als zwölf Prozent.

Imagekampagnen des Friseurhandwerks

Und die Lage dürfte sich in den kommenden Jahren angesichts sinkender Schülerzahlen kaum verbessern. Die Branche muss ihr Image aufbessern und ihre Attraktivität steigern. Die Friseure haben das Problem mittlerweile erkannt und steuern mit Imagekampagnen dagegen.

Entscheidend für den Erfolg ist aber die Bezahlung: Anfang der Woche trafen sich die Gewerkschaft Ver.di und die Tarifgemeinschaft des Zentralverbandes des deutschen Friseurhandwerkes in Hannover deswegen erstmals zu Sondierungsgesprächen für einen branchenweiten Mindestlohn.

Ver.di strebt für 2015 Mindestlohn an

"Die Gespräche fanden in einer offenen und konstruktiven Atmosphäre statt. Alle Landesverbände des Friseurhandwerkes sehen die Notwendigkeit, einen branchenweiten Mindestlohn zu verhandeln", sagte Ver.di-Verhandlungsführerin Ute Kittel.

Allerdings dürften noch einige Jahre ins Land gehen, bevor ein solcher Lohn wirksam wird: "Ver.di will erreichen, dass es bis 2015 gelingt, das Mindestentgelt im Friseurhandwerk so zu entwickeln, dass die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten nicht mehr auf Aufstockungsleistungen angewiesen ist“, sagte Kittel.

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Kunden sind Niedrigpreise gewöhnt

Doch das hängt vor allem vom Verhalten der Kunden ab, denn Preiserhöhungen sind bei deutlich höheren Löhnen unausweichlich. Die sind aber mickrige Preise gewöhnt, wozu auch die zahlreichen Billigfriseure beigetragen haben, die in den vergangenen Jahren auf den Markt gedrängt sind.

Gewerkschaftsfunktionärin Kittel fordert daher ein Ende der Ära "Billig will ich": "Die Dienstleistungen des Friseurhandwerkes haben einen Preis, den künftig nicht mehr die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch unhaltbare Löhne
subventionieren: Die Tarifverhandlungen werden laut Ver.di im April aufgenommen.

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