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VW Chef Winterkorn: Kein Grund für Deckelung von Managergehältern

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VW-Chef Winterkorn will Managergehälter nicht deckeln

05.03.2013, 09:48 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa

VW Chef Winterkorn: Kein Grund für Deckelung von Managergehältern. Der VW-Chef hält die Deckelung von Managergehältern in Deutschland nicht für Notwendig (Quelle: dpa)

VW-Chef Martin Winterkorn bleibt Top-Verdiener unter den DAX-Vorständen (Quelle: dpa)

Im Schnitt bekommt ein Vorstand bei einem DAX -Konzern etwa 54 mal so viel wie ein Angestellter. Spitzenreiter ist VW-Chef Martin Winterkorn, der 2011 rund 17,5 Millionen Euro kassierte. Nach heftiger Kritik reagierte Europas größter Autobauer und begrenzte die Boni etwas. Winterkorn bekam für 2012 "nur" 14,5 Millionen Euro statt den üblichen bis zu 20 Millionen. Doch von gesetzlichen Regeln gegen Gehaltsexzesse wie in der Schweiz hält der Top-Manager wenig.

"Die Schweiz ist die Schweiz, und Deutschland ist Deutschland", sagte Winterkorn in Genf. Die Menschen in der Schweiz hätten sicher ihre Gründe für die Entscheidung gehabt. "Ich glaube nicht, dass es in Deutschland dafür Gründe gibt." Der VW-Boss meinte allerdings auch: "Bei allem Erfolg des Konzerns dürfen die Steigerungen nicht ins Uferlose weitergehen." Zum Vergleich: Kanzlerin Merkel verdiente zuletzt rund 290.000 Euro brutto im Jahr.

Brüderle begrüßt Schweizer Ergebnis

FDP-Fraktionschef Brüderle hingegen nannte das Ergebnis der Schweizer Volksabstimmung "sehr begrüßenswert". Er hoffe, "dass sich daraus Konsequenzen entwickeln", sagte er in Berlin. "Wir können in der Koalition noch vor der Bundestagswahl ein Zeichen setzen." Die zuständige Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will schauen, ob und wie die Position der Anteilseigner in der Hauptversammlung aufgewertet werden könne: "Das finde ich einen interessanten und guten Ansatz."

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Entwicklungen auf europäischer Ebene

Und auch seitens der EU schreiten die Entwicklungen zur Begrenzung von Banker-Boni voran. Am heutigen Tag wollen die EU-Minister in Brüssel den europäischen Kompromiss zu Grenzen für Banker-Boni endgültig billigen. Auch in der EU müssten die Aktionäre die Verantwortung für die Vergütung haben. Es gehe auch um mehr Transparenz "bei individuellen Vergütungen, vor allem bei Top-Gehältern".

"Die Elemente des Deals sind da. Die Boni waren die letzte offene Frage. Es ist ein guter Kompromiss gefunden", sagte der Sprecher von EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier in Brüssel. Besonders aus Großbritannien gab es bisher Widerspruch zu der Vereinbarung.

Klares Zeichen aus der Schweiz

Die Schweizer hatten einem Volksbegehren gegen überzogene Managervergütungen mit rund 68 Prozent zugestimmt. Die Initiative zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden.

BDI gegen gesetzliche Regelungen

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnte vor Schnellschüssen des Gesetzgebers. "In Deutschland besteht kein Bedarf für eine gesetzliche Neuregulierung bei der Vorstandsvergütung", sagte BDI-Rechtsexperte Heiko Willems. Die Durchschnittsgehälter für Vorstände in deutschen Unternehmen seien erheblich niedriger als in der Schweiz.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) betonte in der "Rheinischen Post", Deutschland dürfe seine Stärke als Industrie- und Wirtschaftsstandort nicht durch gesetzliche Beschränkungen aufs Spiel setzen.

Steinbrück: Schweizer Votum positiv

Opposition und Gewerkschaften begrüßten dagegen die Schweizer Volksabstimmung. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte in Siegen am Rande einer Veranstaltung: "Ich finde das positiv, das strahlt ja auch ab auf Deutschland. Wir führen die Debatte ja auch." Steinbrück warf allerdings die Frage auf, ob sich eine solche Begrenzung gesetzlich regeln lasse. "Ich glaube, dass die Aktionäre das im Wesentlichen übernehmen müssen und auf den Hauptversammlungen Einfluss nehmen müssen."

Der Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans (SPD), attackierte die deutsche Wirtschaft. "In den Top-Etagen der Wirtschaft hat sich vielerorts ein Selbstbedienungswettbewerb mit gleichzeitigem Ausschluss jedes Haftungsrisikos breitgemacht", sagte er "Handelsblatt online". Die SPD will die Vergütung von Vorständen und die steuerliche Absetzbarkeit von Gehältern gesetzlich begrenzen.

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