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Post: Warnstreiks haben bundesweit begonnen

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Postboten treten bundesweit in Warnstreik

17.04.2013, 15:22 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Post: Warnstreiks haben bundesweit begonnen. Die Diensträder der Postboten bleiben heute überall in Deutschland stehen (Quelle: dpa)

Die Diensträder der Postboten bleiben heute überall in Deutschland stehen (Quelle: dpa)

Wer heute auf einen wichtigen Brief wartet, muss sich vermutlich gedulden: Rund 3400 Zusteller der Deutschen Post haben ihre Lohnforderungen mit bundesweiten Warnstreiks untermauert. 2,3 Millionen Briefe und mehr als 100.000 Pakete blieben deshalb nach Angaben der Gewerkschaft Ver.di liegen. Mittlerweile gibt es eine Hotline, unter der Kunden erfahren, ob ihre Region von den Ausständen betroffen ist.

Post-Kunden müssen sich dem Unternehmen zufolge auf ein- bis zweitägige Verzögerungen bei der Brief- und Paketzustellung einstellen. "Wir tun alles, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten", sagte Unternehmenssprecher Dirk Klasen. Er konnte die Zahl der am Mittwoch liegengebliebenen Briefe und Pakete zunächst nicht beziffern.

Post will Auswirkungen durch Personalplanung begrenzen

Die Post habe für ihre Kunden eine Telefonnummer (0228 - 76 36 76 50) freigeschaltet, unter der sie sich werktags zwischen 7 und 20 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr informieren könnten, ob ihre Brief- oder Paketsendungen am Aufgabe- oder Zielort von einem Warnstreik betroffen sein könnten. Um die Auswirkungen für die Kunden gering zu halten, würden auch Mitarbeiter umgesetzt und Servicepartner dazugeholt.

Laut Ver.di waren zahlreiche Regionen betroffen - unter anderem Berlin, Hamburg, Kiel, Lübeck, Hannover, Braunschweig, Düsseldorf, Bonn, Wiesbaden, Mainz, Mannheim, Karlsruhe, Freiburg, Nürnberg und Dresden. Begleitet wurden die Arbeitsniederlegungen bei der Post von Kundgebungen in Großstädten wie Berlin, Hamburg und Köln.

Post-Sprecher: Pakete nur gering betroffen

Ein Sprecher der Post bestätigte die Behinderungen in den Regionen. Auch in den nächsten Tagen könne es zu Verzögerungen vor allem bei der Briefzustellung kommen. Das Ausliefern von Paketen sei derzeit nur in geringem Umfang betroffen.

Filialen sollen vom Streik ausgenommen werden

Für die nächsten Tage kündigte die Gewerkschaft weitere Warnstreiks auch in anderen Arbeitsbereichen wie den Verteilzentren an. Die Filialen seien von den Warnstreiks aber ausgenommen.

Das Management der Post hat bislang noch kein Angebot vorgelegt, sprach zuletzt aber von konstruktiven Verhandlungen. Die Beschäftigten erwarteten, "dass der Arbeitgeber in der nächsten Runde ein einigungsfähiges Angebot vorlegen muss", erklärte die stellvertretende Ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Ein Ergebnis soll nun in der nächsten Tarifrunde am 25. April durchgesetzt werden.

Ver.di: Mindestens 140 Euro mehr pro Monat

Ver.di fordert für rund 132.000 Tarifbeschäftigte der Deutschen Post eine Einkommenserhöhung von sechs Prozent - mindestens aber 140 Euro mehr pro Monat. Der Tarifvertrag soll für zwölf Monate laufen. Der bisherige Tarifvertrag wurde bereits zum 1. April gekündigt. Für Auszubildende fordert Ver.di ein monatliches Plus von 65 Euro.

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