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Steuererhöhung durch die Hintertür: So schmälert der Fiskus Ihr Lohnplus

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Von wegen keine Steuererhöhung  

So schmälert der Fiskus Ihr Lohnplus

08.10.2013, 18:22 Uhr | t-online.de

Steuererhöhung durch die Hintertür: So schmälert der Fiskus Ihr Lohnplus. Die Steuern für eine Lohnerhöhung stiegen stärker als erwartet (Quelle: imago/weber)

Die Steuern für eine Lohnerhöhung stiegen stärker als erwartet (Quelle: imago/weber)

Die Energiekosten und Mieten fressen bereits einen Großteil des Einkommens auf. Eine Lohnanhebung sollte einige Probleme verringern, könnte man meinen. Doch nun die Ernüchterung: Nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler (BdSt) kassiert der Staat einen großen Anteil der jüngsten Lohnerhöhungen wieder ein. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Zudem hat die Inflation den neusten Daten des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden zufolge im zweiten Quartal 2013 die Einkommenssteigerungen komplett aufgefressen.

Steuer prozentual mehr als doppelt so hoch wie Lohnplus

Demnach muss ein Arbeitnehmer, der in diesem Jahr drei Prozent mehr Geld erhalten hat, bis zu 7,4 Prozent mehr Einkommensteuer zahlen. Bei einem Single mit einem Bruttomonatseinkommen von 2000 Euro und einem Lohnzuwachs von 60 Euro (drei Prozent plus) steigt die Steuerlast um 6,5 Prozent. Bekommt ein gut verdienender Alleinstehender eine Gehaltserhöhung, steigt die Steuerlast etwas weniger. Liegt das Gehalt zum Beispiel bei 3000 oder 4000 Euro, beträgt die zusätzliche Steuerabgabe 5,3 beziehungsweise 5,5 Prozent.

Ein Ehepaar mit 3500 Euro müsste bei der selben Lohnerhöhung 7,4 Prozent mehr abgeben.

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Mehreinnahmen in Milliardenhöhe

Die durch diese "kalte Progression" (heimliche Steuererhöhung) generierten Mehreinnahmen sollen sich laut der Zeitung auf drei Milliarden Euro beziffern. Ursache ist die komplexe Besteuerungskurve. Arbeitnehmer rutschen demnach bei einer Lohnerhöhung automatisch in einen höheren Steuertarif.

Im Gespräch mit der "Bild" forderte Steuerzahler-Präsident Reiner Holznagel: "Diese Steuererhöhungen durch die Hintertür müssen ein Ende haben. Ansonsten lohnt sich jede Gehaltserhöhung nur für den Staat, nicht für die Bürger." Zumal die Inflation nach Informationen des Statistischen Bundesamts im zweiten Quartal die Einkommenssteigerungen komplett verschlang. Die Löhne stiegen von April bis Juni um 1,5 Prozent - genauso die Verbraucherpreise. Die Reallöhne blieben damit unverändert.

Sonderzahlungen belasten Lohnanstieg

Im Durchschnitt verdiente ein Vollzeitbeschäftigter 3447 Euro brutto im Monat. Die höchsten Gehälter wurden bei Banken und Versicherungen gezahlt (4535 Euro). In der Energieversorgung (4522 Euro) und im Bereich Information und Kommunikation waren es 4485 Euro. Am wenigsten verdienten demnach Beschäftigte im Gastgewerbe mit 2013 Euro.

Für den vergleichsweise geringen Anstieg der sogenannten Nominallöhne hätten niedrigere Sonderzahlungen gesorgt, erklärten die Statistiker. Ohne solche Zahlungen legten die Bruttomonatsverdienste demnach um 1,9 Prozent zu.

Alleinstehende:

Gehalt/Monat (brutto)

Lohnerhöhung um drei Prozent

Zusätzliche Steuerlast*

2000 Euro

+ 60 Euro

14 Euro (+ 6,5%)

2500 Euro

+ 75 Euro

13 Euro (+ 5,7%)

3000 Euro

+ 90 Euro

25 Euro (+ 5,3%)

4000 Euro

+ 120 Euro

43 Euro (+ 5,5%)

Doppelverdiener:

Gehalt/Monat (brutto)

Lohnerhöhung um drei Prozent

Zusätzliche Steuerlast*

3500 Euro

+ 105 Euro

24 Euro (+ 7,4%)

4000 Euro

+ 120 Euro

26 Euro (+ 6,5%)

4500 Euro

+ 135 Euro

34 Euro (+ 6,0%)

5500 Euro

+ 165 Euro

49 Euro (+ 5,9%)

Quelle: Deutsches Steuerzahlerinstitut (DSi) des BdSt

* Der Euro-Betrag gibt die Steuerlast an, die über die proportionale Steuererhöhung von drei Prozent hinausgeht. Der Prozentbetrag zeigt die Steigerung an: Aus drei Prozent Lohnplus resultiert ein Steuerplus von xx Prozent.

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