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Schuldenkrise: Was die bisherigen Rettungspakete gebracht haben

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Schuldenkrise  

Was die bisherigen Rettungspakete gebracht haben

10.05.2011, 09:07 Uhr | dapd, dapd

Schuldenkrise: Was die bisherigen Rettungspakete gebracht haben. Milliarden werden in die EU-Rettungspakete gesteckt (Foto: imago) (Quelle: imago)

Milliarden werden in die EU-Rettungspakete gesteckt (Foto: imago) (Quelle: imago)

Neben Portugal werden schon Griechenland und Irland mit Milliardenkrediten gestützt. Das auf drei Jahre angelegte Hilfsprogramm für Athen wurde vor einem Jahr beschlossen, es hat ein Volumen von 110 Milliarden Euro. Überwiesen wurden davon bislang 53 Milliarden, also fast die Hälfte.

Schuldenanstieg in Griechenland

Ob das Geld ausreicht, ist fraglich. Zwar werden die Auflagen aus dem Sparprogramm erfüllt. Aber es gelingt der griechischen Regierung bislang nicht, die geplanten Einnahmen zu erzielen. Die Gesamtverschuldung stieg 2010 auf 142,8 Prozent und wird nach EU-Berechnungen in zwei Jahren auf 160 Prozent klettern. Die Wirtschaft schrumpfte im vergangenen Jahr um 4,2 Prozent und 2011 vermutlich abermals um drei Prozent.

Athen will mehr privatisieren

Athen will nun mit zusätzlichen Privatisierungen und der Bekämpfung von Steuerhinterziehung mehr Geld aufbringen. Dennoch scheint die Wirtschaft nicht rechtzeitig in Schwung zu kommen, damit das Land seine Schulden rasch genug abtragen kann und die Zinsen am Anleihenmarkt sinken. Bereits ab 2012 sollte sich das Land teilweise wieder selbst am Markt refinanzieren, doch die Risikoprämien liegen zurzeit weit über dem Niveau von vor einem Jahr.

Kommt doch die Umschuldung?

Die Regierung fordert deswegen, dass die Kreditlaufzeiten von den Europartnern über die bereits gewährten sieben Jahre hinaus abermals verlängert und die Zinsen nochmals gesenkt werden. Die Märkte rechnen dennoch damit, dass das Land um eine Umschuldung nicht herum kommt. Die EU-Kommission hat das wegen unabsehbarer Folgen für die Eurozone aber ausgeschlossen, zumindest offiziell.

Bankensektor brachte Irland Probleme

Ganz anders ist die Lage in Irland. Dublin wurde im November ein Hilfspaket von 85 Milliarden Euro für drei Jahre zugesagt, 17,5 Milliarden davon bringt die Regierung selbst ein. Bis zum Mai wurden bereits 26,5 Milliarden Euro überwiesen. Aber das Land ist nicht durch eine abgehängte Wirtschaft und einen aufgeblähten öffentlichen Dienst in die Schuldenfalle gerutscht, sondern weil der überdimensionierte Bankensektor nach der Finanzkrise vom Staat gerettet werden musste. Ein Großteil des Rettungspaketes (34 Milliarden Euro) ist für die Stützung und Restrukturierung der Banken vorgesehen.

Dublin zurück auf Wachstumspfad

Für den Abbau seiner Staatsverschuldung von voraussichtlich 10,5 Prozent in diesem Jahr unter die im Euroraum erlaubten drei Prozent hat Dublin bis 2015 Zeit bekommen. Dass die Wirtschaft des einstigen Keltischen Tigers von den Sparauflagen nachhaltig abgewürgt wird, ist nicht zu befürchten: Die EU-Kommission rechnet nach einer leichten Schrumpfung im vergangenen Jahr für 2011 wieder mit der Rückkehr zum Wachstum. Derzeit wird daher nicht damit gerechnet, dass das Hilfsprogramm für Dublin nicht ausreichen könnte, damit sich das Land spätestens 2014 wieder vom Eurotropf lösen und an den Kapitalmarkt zurückkehren kann.

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