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Griechenland: Neues Milliarden-Hilfspaket in Aussicht

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Griechenland-Krise  

IWF und EU stellen neues Griechenland-Hilfspaket in Aussicht

05.07.2011, 18:54 Uhr | dapd, t-online.de - mmr, dapd, t-online.de

Griechenland: Neues Milliarden-Hilfspaket in Aussicht . Hoffnung auf Griechenland-Rettung gestiegen  (Foto: imago) (Quelle: imago)

Hoffnung auf Griechenland-Rettung gestiegen (Foto: imago) (Quelle: imago)

Dem politischen Beben in Athen zum Trotz geht die Griechenland-Rettung offenbar voran. Auf dem Eurogruppen-Sondertreffen am Sonntag dürfte es grünes Licht für die nächste Tranche an Notkrediten geben, sagte sinngemäß EU-Währungskommissar Olli Rehn. Ein zweites Rettungspaket für Athen solle dann auf dem nächsten Treffen der Finanzminister am 11. Juli beschlossen werden. Mit den zwei Etappen "verhindern wir ein Pleite-Szenario", sagte Rehn.

Einigung am Sonntag?

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) stellte Athen am Donnerstag neue Notkredite in Aussicht. "Wir stehen für weitere Unterstützung bereit", hieß es in einer Erklärung. Bedingung sei aber, dass Athen das vereinbarte Reform- und Sparprogramm umsetze. Dem muss das griechische Parlament noch zustimmen.

Der IWF erwartet, dass sich die Eurogruppe schon am Sonntag im Grundsatz auf ein neues Hilfspaket für Athen einigt. In den Diskussionen über die vollständige Finanzierung des griechischen Konsolidierungsprogramms seien Fortschritte gemacht worden, hieß es in der Erklärung. "Und wir erwarten ein positives Ergebnis auf dem nächsten Eurogruppen-Treffen." Der amtierende IWF-Chef John Lipsky wird dazu nach Luxemburg reisen.

Rehn mahnt Berlin zu Verantwortung

Um der Pleite zu entgehen, braucht Griechenland bis zu 120 Milliarden Euro an zusätzlicher Unterstützung. Bislang blockiert der Streit über den Anteil der privaten Gläubigerbeteiligung den Durchbruch für das zweite Rettungspaket. Die Europäische Zentralbank, Frankreich und die meisten anderen Euro-Partner halten den von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble geforderten Anleihen-Umtausch für zu riskant, weil er einen teilweisen Kreditausfall Griechenlands bedeuten könnte.

Kommissar Rehn rief die Finanzminister am Donnerstag eindringlich auf, ihren Streit zu überwinden und "in diesem kritischen Augenblick eine verantwortungsvolle Einigung zu erzielen." Fortschritte soll auch ein Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Staatschef Nicolas Sarkozy am Freitag in Berlin bringen. Die beiden Chefs müssen versuchen, einen handfesten Interessenkonflikt der beiden größten Länder der Eurozone zu lösen. Immerhin hat Deutschland 27,2 Prozent der Anteile an der Europäischen Zentralbank (EZB), Frankreich 20,4 Prozent. Es sind die beiden Schwergewichte Europas.

Frankreich und Deutschland mit verschiedenen Standpunkten

Die Haltung Frankreichs im Streit um eine Beteiligung privater Geldgeber lässt die Finanzmärkte noch zweifeln, weil Paris sich unnachgiebig gegenüber einer möglichen Umschuldung und einer Verpflichtung der Privatinvestoren zeigt. Einzig und allein auf freiwilliger Basis sei eine solche Beteiligung denkbar, niemals dürfe es deswegen zu Zahlungsschwierigkeiten von Unternehmen kommen, hies es. "Griechenland: Das Gift der Zweifel erreicht die Banken", titelte die französische Wirtschaftszeitung "Les Echos".

"Es gibt keinen Plan B"

Rehn mahnte auch an alle Parteien in Athen, sich zu dem Sparpaket von 28 Milliarden Euro zu bekennen. Das Parlament muss den Maßnahmen bis Ende Juni zustimmen, sonst kommen keine neuen Notkredite. Dann würde das Land im Juli in eine ungeordnete Pleite stürzen, mit fatalen Folgen für die gesamte Eurozone. Für den Fall, dass das Parlament das Sparpaket ablehnt, "gibt es keinen Plan B", sagte Rehns Sprecher Amadeu Altafaj Tardio. "Das liegt jetzt in den Händen der griechischen Politiker."

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Amerikaner besorgt

Mit Sorge beobachten die Amerikaner, was in Europa vor sich geht. Sie sei nicht nur über die Kreditwürdigkeit einiger Staaten besorgt und über das Engagement der Banken in diesem System, sagte die Chefin der staatlichen US-Einlagensicherung FDIC, Sheila Bair, in einem Redetext für eine Kongressanhörung in Washington. Europas Kreditinstitute entschieden überdies nach eigenem Gutdünken, wie viel Kapital sie für den Krisenfall vorhalten müssten, und die Vertreter wichtiger europäischer Regierungen ließen sie letztlich gewähren.

An den Finanzmärkten stieg die Nervosität angesichts der Krise in Athen weiter. Die Aktienkurse an vielen europäischen Börsen brachen am Donnerstagmorgen ein. Die Risikoprämien auf griechische Staatsanleihen schnellten in die Höhe. Zweijahres-Papiere rentierten zeitweise mit neuem Rekord bei 30 Prozent. Der Euro rutsche zwischenzeitlich auf 1,4075 Dollar ab, so tief wie zuletzt am 26. Mai. Am Abend stand der Euro jedoch wieder rund einen Cent höher.

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