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Deutsche Banken beteiligen sich an Griechen-Hilfe

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Deutsche Banken beteiligen sich an Griechen-Hilfe

03.07.2011, 11:23 Uhr | dpa, dpa

Deutsche Banken beteiligen sich an Griechen-Hilfe. Die deutsche Finanzwirtschaft beteiligt sich an Hilfen für Griechenland (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die deutsche Finanzwirtschaft beteiligt sich an Hilfen für Griechenland (Foto: imago) (Quelle: imago)

Deutsche Banken und Versicherer beteiligen sich mit etwa 3,2 Milliarden Euro freiwillig an einem zweiten Hilfspaket für Griechenland. Das sagten die Spitzen der deutschen Finanzwirtschaft bei einem Treffen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) grundsätzlich zu. Nicht gern, aber um eine "Kernschmelze" zu verhindern. Das endgültige Modell ist aber noch offen.

Deutsche Banken bauen auf französischen Modell

Das zweite Rettungspaket für das Euro-Land soll bis zu 120 Milliarden Euro umfassen. Spekuliert wurde zuletzt, dass sich der Anteil der privaten Geldgeber insgesamt auf 30 Milliarden Euro beläuft. Das Gesamt-Engagement der beteiligten deutschen Institute in griechischen Anleihen beläuft sich den Angaben zufolge auf zehn Milliarden Euro. Der überwiegende Teil davon - etwa 55 Prozent - habe eine Laufzeit über 2020 hinaus.

Deutsche Banken und Versicherer wollen nun ihr Kredit-Engagement in Griechenland strecken. Danach will für bis einschließlich 2014 fällig werdende Anleihen im Volumen von zwei Milliarden Euro jedes beteiligte Institut "im Rahmen der wirtschaftlichen und rechtlichen Möglichkeiten und der noch festzusetzenden europäischen Finanzierungsstrukturen" Griechenland das Geld wieder zur Verfügung stellen.

Euro-Finanzminister treffen sich am Wochenende

Wie Schäuble mitteilte, kommt ein weiterer Beitrag von 1,2 Milliarden Euro aus den Abwicklungsanstalten ("Bad Banks") für die öffentlich-rechtliche WestLB und die staatliche HRE. Dorthin sind Risikopapiere ausgelagert worden. Die 3,2 Milliarden Euro würden nun in die Gespräche auf Euro-Ebene am Wochenende eingebracht. Dann kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zu Beratungen über weitere Griechenlandhilfen zusammen.

Schäuble ist mit den Ergebnissen der Gespräche mit den Banken zufrieden: "Ich bin froh, dass die Vertreter der deutschen Finanzwirtschaft ihre Bereitschaft erklärt haben, sich im europäischen Geleitzug an einem zweiten Hilfsprogramm zu beteiligen", sagte der Finanzminister. "Ich bin zuversichtlich, dass wir am Sonntag eine Lösung haben werden."

Ackermann spricht von substanziellen Beitrag

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann erklärte, die Banken hätten immer betont, dass sie sich in der Verantwortung sehen. In den vergangenen Wochen sei intensiv an einer Lösung gearbeitet worden, "die allen Anforderungen gerecht wird, die freiwillig ist, aber doch auch substanziell ist".

In der letzten Ausgestaltung des Modells sei man aber noch nicht ganz so weit, sagte Ackermann. Weitere Gespräche werde es geben, auch im Rahmen des internationalen Bankenverbandes IIF. Mit Blick auf die Ratingagenturen sagte Ackermann, er sei zuversichtlich, dass eine für alle befriedigende Lösung gefunden werde.

Zustimmung der Ratingagenturen entscheidend

Denn für die weitere Entwicklung ist es entscheidend, dass die Rating-Agenturen mitspielen. Die Bonitätswächter pochen darauf, dass sich die Gläubiger absolut freiwillig an einer Laufzeitverlängerung beteiligen. Ansonsten würde Griechenland als zahlungsunfähig eingestuft. Dies würde die Krise verschärfen und weltweit Turbulenzen an den Märkten auslösen. Zuletzt gab es aber Signale, dass die Rating-Agenturen mitziehen.

Allianz gibt 300 Millionen

Am Wochenende wurde bekannt, dass Europas größter Versicherungskonzern Allianz sich mit rund 300 Millionen Euro am neuen Hilfsprogramm für Griechenland beteiligen will. Zu der Unterstützung Griechenlands gebe es für die Europäer keine Alternative, sagte Allianz-Chef Michael Diekmann dem Magazin "Spiegel". "Sich auf einen Plan B einzulassen, bedeutet, sich eine Kapuze aufzusetzen und mit 200 Stundenkilometern auf der Autobahn zu fahren." Eine Insolvenz Griechenlands hätte größere Auswirkungen als die Pleite der US-Bank Lehman, warnte er.

Forderung nach Anleihe-Versicherer

Damit sich Griechenland in Zukunft wieder Geld am Kapitalmarkt besorgen könne, brauchen die Gläubiger nach Ansicht von Diekmann aber ein gewisses Sicherheitsnetz, da sonst momentan kein privater institutioneller Anleger Geld in Griechenland investieren würde. Nach seinen Vorstellungen sollte ein Teil des Geldes aus dem Euro-Rettungsmechanismus verwendet werden, um einen Anleihe-Versicherer einzurichten. Dieser könne dann die Anleihen bis zu einem Nennwert von beispielsweise 90 Prozent absichern. Der maximal mögliche Verlust für die Investoren läge dann bei zehn Prozent. Die Allianz hatte ihren Besitz an griechischen Staatsanleihen zuletzt von 3,3 auf 1,3 Milliarden Euro reduziert.

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