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Finanzbranche: Bonität von zwölf britischen Banken herabgestuft

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Bonität von zwölf britischen Banken herabgestuft

07.10.2011, 11:38 Uhr | dpa-AFX, AFP, dpa-AFX, AFP

Finanzbranche: Bonität von zwölf britischen Banken herabgestuft . Das Bankenviertel in London (Quelle: imago)

Das Bankenviertel in London (Quelle: imago)

Zwölf britische Geldhäuser erleiden jetzt das gleiche Schicksal wie ihre Konkurrenten aus Portugal und Italien. Die Rating-Agentur Moody's senkte die Bonität der wichtigsten Banken im Land. Als Grund wurden Zweifel daran genannt, in welchem Umfang die Regierung diese Banken unterstützen würde. "Die Herabstufung spiegelt keine Verschlechterung in der Finanzkraft des Bankensystems oder der Regierung wider", teilte Moody's mit.

Um zwei Stufen auf ein Rating von A2 herabgesetzt wurde die Bonität der von der Regierung kontrollierten Royal Bank of Scotland (RBS) und der Nationwide Building Society, die für Lloyds TSB Bank und das Großbritannien-Geschäft der spanischen Bank Santander um eine auf A1. Die Ratings der Großbanken Barclays PLC und HSBC PLC blieben unverändert.

Moody's glaubt an staatliche Unterstützung

Moody's erklärte, zwar werde die britische Regierung vermutlich systemisch wichtigen Finanzinstituten weiterhin eine gewisse Unterstützung gewähren, sie werde es aber möglicherweise zulassen, dass kleinere Institute zusammenbrechen.

RBS sieht keinen neuen Kapitalbedarf

Die in der Finanzkrise verstaatlichte Royal Bank of Scotland (RBS) hat unterdessen Gerüchte über einen neuen Kapitalbedarf und weitere Staatshilfen zurückgewiesen. Das Institut gehöre zu den am besten kapitalisierten Banken Europas, hieß es in einer Mitteilung des Hauses. Damit reagierte es auf einen Bericht der "Financial Times", wonach in der britischen Regierung die Sorge vor neuem Kapitalbedarf des Instituts wachse. "Wenn es in Europa eine breite Bewegung zur Rekapitalisierung von Banken gibt, dann ist es denkbar, dass auch die RBS mehr Staatshilfen benötigt", zitierte das Blatt einen Regierungsvertreter.

Die Bank hat im Vergleich zu anderen britischen Banken viel Geld in Staatspapieren von Euro-Schuldenländern angelegt. Bereits im ersten Halbjahr korrigierte sie den Wert ihrer griechischen Staatsanleihen von 1,2 Milliarden Euro nach unten. In Italien hat sie noch vier Milliarden Euro im Feuer. Die RBS war durch die Übernahme der niederländischen Großbank ABN Amro in den Besitz der Anleihen gekommen.

Neuer Stresstest könnte Probleme offenlegen

Nun könnte dieses hohe Risiko dazu führen, dass bei einer neuen Runde des Stresstests der europäischen Bankenaufsicht EBA zusätzlicher Kapitalbedarf herauskomme, schreibt die "FT". Die EBA hatte am Donnerstag angekündigt, sich angesichts der verschärfenden Schuldenkrise in Europa, die Kapitalpositionen der Banken aus der Überprüfung vom Frühjahr noch einmal anzuschauen.

Bei der ersten Auswertung hatte das Risiko einer Staatspleite noch praktisch keine Rolle gespielt. Nur acht von 91 Instituten waren damals durchgefallen. Ein schlechtes Abschneiden beim Stresstest verpflichtet die Banken dazu, sich frisches Geld zu verschaffen. Der Internationale Währungsfonds hält bis zu 200 Milliarden Euro für den gesamten europäischen Bankensektor für nötig.

RBS seit langem ein Sorgenkind

"Das Design eines möglichen neuen Stresstests liegt noch völlig in der Luft", erklärte die RBS. "Jede Deutung, wie eine Bank davon betroffen wäre, ist reine Spekulation." Das Institut zählt weltweit zu den größten Verlierern der Finanzkrise von 2008. Es musste in der Krise mit Milliardenbeträgen vor dem Kollaps gerettet werden. 82 Prozent der Aktien liegen seitdem beim Staat. In den Jahren 2008 bis 2010 häufte die Bank einen Verlust von rund 29 Milliarden Pfund an. Die Kosten für die Rettung der Bank belaufen sich laut Zeitung bislang auf 45 Milliarden Pfund (52 Milliarden Euro).

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