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Schäuble wirbt für Ende des britischen Pfunds

18.11.2011, 15:15 Uhr | dpa, dpa-AFX, dpa, dpa-AFX

Wolfgang Schäuble wirbt für Ende des britischen Pfunds. Die Briten halten bisher an ihrem Pfund fest. (Quelle: dpa)

Die Briten halten bisher an ihrem Pfund fest. (Quelle: dpa)

Die Schulden-Krise spitzt sich immer mehr zu. Inzwischen belasten die Ereignisse rund um die Rettung des Euro die deutsch-britischen Beziehung. Auch jüngste Aussagen von Finanzminister Wolfgang Schäuble dürften auf der Insel zumindest für Irritationen sorgen: Trotz aller Euro-Kalamitäten sagt Schäuble ein Ende des britischen Pfunds voraus.

Zoff um Euro-Krisenmanagement

Differenzen zwischen Deutschland und Großbritannien gab es zuletzt vor allem wegen des Krisenmanagements der Euro-Staaten: Großbritannien hatte die 17 Euro-Länder mehrfach gedrängt, die Schuldenkrise in den Griff zu bekommen. Es wachsen dort Befürchtungen über eine Spaltung Europas in eine Eurozone und die restlichen EU-Mitglieder.

Großbritannien fürchtet eine politische Union zwischen den Euro-Staaten, die es aber ablehnt. Schäuble sagte, es sei das Recht Großbritanniens, vorläufig nicht der Euro-Zone anzugehören. "Das respektieren wir auch." Die 17 Euro-Länder benötigten aber Regelungen, damit die Währung stabil sei.

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Dies fordere übrigens auch Cameron, weil es Ansteckungsgefahren aus der Euro-Krise auch für das britische Pfund geben könnte. "Insofern ist das kein Gegensatz", sagte Schäuble. "Wir müssen in der Euro-Zone unsere Währung stabil halten."

Schäuble betont Vorteile einer gemeinsamen Währung

Je besser dies gelinge, umso schneller werden sich laut Schäuble andere, die heute noch nicht zur Euro-Zone gehören, von den Vorteilen dieser gemeinsamen Währung überzeugen. Es werde zwar noch ein bisschen dauern. Aber eines Tages werde ganz Europa eine Währung haben. "Aber es geht vielleicht schneller, als mancher heute auf der britischen Insel glaubt."

Doch in Großbritannien gibt es nach wie vor große Vorbehalte gegen die Einführung des Euro und der Abgabe von nationalen Kompetenzen an die Europäische Union. Das Land hatte in den vergangenen Wochen stets deutlich gemacht, es wolle mehr Macht aus Brüssel auf die Insel zurückholen, statt mehr Befugnisse abzugeben.

Briten lehnen Finanztransaktionssteuer ab

Großbritannien wehrt sich ferner gegen eine von Deutschland und anderen EU-Staaten propagierte Finanztransaktionssteuer, deren Bedeutung der Finanzminister zuletzt erneut unterstrichen hatte: Es gebe überall für alle Güter und Dienstleistungen eine Umsatzsteuer. Nur Finanzdienstleistungen seien davon ausgenommen. "Und ich kann nicht erkennen, warum das so sein soll", sagte Schäuble.

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Deren Einführung wäre wegen der Größe des Finanzplatzes London eine "Steuer auf Großbritannien", hatte dagegen der britische Wirtschaftsminister Vince Cable erklärt. Es wird befürchtet, dass die Steuer das Land jährlich 37 Milliarden Pfund (rund 43 Milliarden Euro) kosten würde. Durch den befürchteten Abzug großer Finanzdienstleister könnten zehntausende Jobs in der City verloren gehen, sagen Skeptiker.

Europa spricht Deutsch

Überdies fürchten viele Politiker und Kommentatoren in England den wachsenden Einfluss Deutschlands in der EU und nehmen dabei auch gerne das Wort vom "vierten Reich" in den Mund. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat zuletzt mit dem Satz "Jetzt auf einmal wird in Europa Deutsch gesprochen" für Empörung gesorgt.

"Daily Telegraph": EU plant neue Finanzbehörde

Auch ein Pressebericht im "Daily Telegraph" dürfte die Stimmung nicht gerade verbessern: Die Zeitung berichtete unter Berufung auf ein vertrauliches Papier aus dem Außenministerium in Berlin, es gebe Pläne, eine neue EU-Finanzbehörde mit großen Befugnissen aufzubauen. Die Behörde solle in die Haushalte überschuldeter EU-Staaten eingreifen können, wenn diese zu groß seien, um unter den Rettungsschirm zu schlüpfen. Viel Gesprächsstoff für den Deutschland-Besuch des britischen Premierministers David Cameron an diesem Freitag.

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