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Griechenland: Athen will Steuerflüchtlinge jagen

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Athen will Steuerflüchtlinge jagen

31.07.2012, 08:52 Uhr | dpa-AFX, dapd, AFP, t-online.de

Griechenland: Athen will Steuerflüchtlinge jagen. Die Griechen haben Milliarden Euro am Fiskus vorbei ins Ausland geschafft (Quelle: Imago, Montage: t-online.de)

Die Griechen haben Milliarden Euro am Fiskus vorbei ins Ausland geschafft (Quelle: Imago, Montage: t-online.de)

Jetzt soll es griechischen Steuerflüchtlingen verstärkt an den Kragen gehen. Um sich das ins Ausland verschobene Geld zurückzuholen, will Griechenland mit der Schweiz zusammenarbeiten. Die Schweizer Regierung sei aufgefordert worden, den Prozess zur Unterzeichnung eines Abkommens über die Besteuerung von Konten griechischer Staatsbürger bei Schweizer Banken zu reaktivieren, erklärte das Finanzministerium in Athen.

Angeblich kein Einkommen, aber 25 Millionen Euro verschoben

Im Februar hatte das Ministerium erklärt, in den vergangenen zwei Jahren seien 16 Milliarden Euro ins Ausland geschafft worden, davon bis zu zehn Prozent in die Schweiz. Die Zeitung "Ta Nea" berichtete, die griechische Zentralbank wisse von 403 Griechen, die im Jahr 2010 offiziell kein Einkommen angaben, jeweils aber mehr als 100.000 Euro ins Ausland transferierten.

Liste vermeintlicher Steuerbetrüger veröffentlicht

Der krasseste Fall ist der Zeitung zufolge ein Mann, der beim Finanzamt kein Einkommen angab, aber gut 25 Millionen Euro ins Ausland überwies. Das Blatt veröffentlichte am 30. Juli eine Kopie der Liste der vermeintlichen Sünder, die bei der griechischen Zentralbank (Bank of Greece) vorliegt. Aus Kreisen des Finanzministeriums wurde der Bericht bestätigt.

Demnach haben 731 Griechen allein 2010 knapp eine Milliarde Euro ins Ausland überwiesen, unter anderem nach Großbritannien, in die Schweiz und nach Zypern. Die Liste enthält weitere extreme Fälle, darunter den eines Mannes, der im Jahr 2010 ein Einkommen von 25.099 Euro gemeldet hatte und 25,9 Millionen Euro ins Ausland überwies.

Ahndung des Betrugs schwierig

Nach Angaben von Steuerfahndern ist die Verfolgung der Steuerhinterziehung in dem Zusammenhang aber schwierig. Viele Bürger würden "Tricks und Wege" kennen, das ins Ausland überwiesene Geld als Zahlungen für Waren zu deklarieren. Der Chef der griechischen Steuerfahndungsbehörde, Nikos Lekkas, hatte im Juni in der "Welt" sogar erklärt, Athen entgingen insgesamt durch Steuerflucht pro Jahr bis zu 45 Milliarden Euro.

Athen ringt um Sparpaket

Derweil wird für Griechenland die Zeit knapp: Allein in den kommenden zwei Jahren müssen 11,5 Milliarden Euro gespart werden. Die Verhandlungen der griechischen Regierungskoalition darüber gestalteten sich aber weiter schwierig und wurden am 30. Juli ohne Ergebnis vertagt. Über die "allgemeine Strategie" habe man sich verständigt, erklärten die Juniorpartner des Bündnisses nach dem Treffen unter Leitung des konservativen Ministerpräsidenten Antonis Samaras.

Nach Angaben des Finanzministers Yannis Stournaras arbeitet die Regierung jedoch noch an der genauen Ausgestaltung der einzelnen Maßnahmen. Von dem Sparprogramm und weiteren Reformen hängt ab, wie der Bericht der sogenannten Troika der internationalen Geldgeber ausfällt.

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