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Griechenlands Finanzlücke noch größer

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Griechenlands Finanzlücke noch größer

19.08.2012, 14:38 Uhr | dpa, dpa-AFX

Griechenlands Finanzlücke noch größer. Es sieht nicht gut aus für Hellas (Quelle: dpa)

Es sieht nicht gut aus für Hellas (Quelle: dpa)

Die Finanzierungslücke Griechenlands ist nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" größer als zuletzt bekannt. Der Regierung des Landes fehlten in den beiden kommenden Jahren nicht 11,5 Milliarden Euro, wie von ihr eingeräumt, sondern bis zu 14 Milliarden Euro. Das sei das Ergebnis der jüngsten Erkundungstour der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) in Athen, berichtet der "Spiegel" in seiner jüngsten Ausgabe. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hält mittlerweile einen Austritt Griechenlands für machbar.

Rückschläge bei Privatisierung

Ursache für die neuen Finanznöte seien Rückschläge bei geplanten Privatisierungen und die wegen der schlechteren Wirtschaftslage ausbleibenden Steuereinnahmen, hieß es. Die genaue Höhe des zusätzlichen Finanzbedarfs soll Anfang September ermittelt werden, wenn die Troika zu ihrem nächsten Besuch nach Griechenland kommt.

Neues Hilfspaket abgesegnet

Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" ist die Finanzierungslücke Griechenlands größer als zuletzt bekannt. Der Regierung fehlten in den beiden kommenden Jahren nicht wie bislang eingeräumt 11,5 Milliarden Euro, sondern bis zu 14 Milliarden Euro. Das sei das Ergebnis der jüngsten Erkundungstour der Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds in Athen.

Wie die Nachrichtenagentur dpa aus Kreisen des Finanzministeriums erfuhr, ist das neue, gut 11,5 Milliarden Euro schwere Sparpaket fast unter Dach und Fach. Es soll Anfang der Woche von den Chefs der drei Koalitionsparteien gebilligt werden. Verspätungen bei der Umsetzung älterer Sparprogramme sollten durch schnelle Privatisierungen in den kommenden Monaten wettgemacht werden, berichtete die Athener Zeitung "Kathimerini".

"Todeskampf-Reise" nach Berlin

Am Sonntag reiste der griechische Außenminister Dimitris Avramopoulos nach Berlin ab. Er wollte das in Athen als außerordentlich wichtig eingestufte Treffen von Regierungschef Antonis Samaras mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 24. August vorbereiten. In der griechischen Presse wurde betont, Samaras' Reise werde entscheidend für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone sein. Die Athener Sonntagszeitung "To Vima" schrieb von der "Agonie-Reise" (Todeskampf-Reise) nach Berlin.

Austritt Griechenlands machbar

Derweil hat der BDI seine Meinung geändert und hält einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone inzwischen offenbar für eine gangbare Alternative. Griechenland fehle es "an substanziellen Voraussetzungen, angefangen von einer funktionierenden Verwaltung bis zum ausdrücklichen Willen, sich selbst aus der Krise befreien zu wollen", sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel in einem vorab veröffentlichten Interview der "Wirtschaftswoche".

Sollte Griechenland die mit der EU und dem IWF vereinbarten Auflagen nicht einhalten, "wäre für Griechenland kein Platz mehr in der Eurozone", sagte Keitel. Damit rückte er von seiner bisherigen Haltung ab, Griechenland auf jeden Fall im gemeinschaftlichen Währungsraum zu halten. Ein Austritt Athens stelle keine Bedrohung mehr für die deutsche Wirtschaft dar, sagte er laut der Zeitung.

Sonderwirtschaftszone für Hellas

Sollte Griechenland jedoch die Auflagen für die Finanzhilfen von EU und IWF erfüllen, könne er sich "dann auch eine Art Sonderwirtschaftszone für Griechenland vorstellen, für zehn Jahre, mit Steueranreizen und ohne hinderliche Bürokratie", sagte Keitel. So könnten "attraktive Bedingungen" für Investitionen aus dem Ausland geschaffen werden.

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