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Frankreich verliert seine Bestnote bei Moody's

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Spitzenrating verloren: Moody's watscht Frankreich ab

20.11.2012, 07:55 Uhr | dapd

Frankreich verliert seine Bestnote  bei Moody's. Frankreich verliert Spitzenrating bei US-Ratingagentur Moody's (Quelle: dapd)

Dunkle Wolken ziehen sich über Frankreich zusammen (Quelle: dapd)

Moody's macht ernst und watscht Frankreich ab: Damit besitzt die Kreditwürdigkeit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone keine Bestnote mehr. Die US-Ratingagentur hat angesichts der schwächelnden Konjunktur das Rating des Landes von "Aaa" um eine Stufe auf "Aa1" gesenkt, teilte Moody's mit. Der Ausblick bleibt "negativ"- damit droht eine weitere Abstufung. Die Ratingagentur begründete den Schritt mit der schwachen Wachstumsprognose für die französische Wirtschaft und der europäischen Wirtschaftskrise.

Wachstum in Frankreich verschlechtert

Die langfristigen Aussichten für das Wirtschaftswachstum Frankreichs seien durch eine Reihe von Faktoren negativ beeinflusst, erklärte Moody's. Die Ratingagentur nannte als Beispiele den anhaltenden Verlust der Wettbewerbsfähigkeit Frankreichs und die Unbeweglichkeit des dortigen Arbeits-, Waren- und Dienstleistungsmarktes.

Durch dieses Risiko eines nachlassenden Wirtschaftswachstums könne auch nicht mehr so klar vorhergesagt werden, wie Frankreich auf zukünftige Erschütterungen in der Eurozone reagieren werde, hieß es.

Finanzsektor weiter stabil

Frankreichs Rating und die Stabilität seines Bankensektors blieben aber auf einem vergleichsweise sehr hohen Niveau. In diesem Zusammenhang hob Moody's die breit gefächerte Wirtschaft des Landes sowie ein starkes Bekenntnis zu Strukturreformen und einen Konsolidierungskurs der Regierung hervor.

Grundlage für die Herabstufung Frankreichs sei die Entscheidung der Ratingagentur im Juli, den Ausblick für das Spitzenrating für die Euroländer Deutschland, Luxemburg und die Niederlande auf "negativ" zu senken. Den Ausblick für Frankreich hatte Moody's bereits im Februar mit "negativ" bewertet.

Moscovici schiebt Vorgängerregierungen die Schuld zu

Der französische Finanzminister Pierre Moscovici machte umgehend die Vorgängerregierungen für die Herabstufung verantwortlich. Deren Politik habe es nicht geschafft, die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft wiederherzustellen, hieß es in einer Stellungnahme zu der Entscheidung der Ratingagentur. Zugleich sagte Moscovici, französische Schuldtitel zählten nach wie vor zu den "sichersten der Eurozone".

Die Ratingagentur Standard & Poor's hatte Frankreich bereits im Januar das Spitzenrating entzogen. Zur Begründung wurden damals die zunehmenden politischen und finanziellen Probleme innerhalb der Eurozone genannt.

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