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Zypern: Bankenöffnung wohl mit Cash-Limit

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Zypern-Banken öffnen wieder - Cash-Limit droht

27.03.2013, 19:48 Uhr | AFP, dpa

Zypern: Bankenöffnung wohl mit Cash-Limit. Die Banken in Zypern öffnen wieder (Quelle: imago - Yiannis Kourtoglou)

Angst vor dem Bankrun in Zypern (Quelle: imago - Yiannis Kourtoglou)

Die Spannung steigt: Am Donnerstag öffnen die Banken in Zypern wieder. Das Land wappnet sich gegen die drohende Kapitalflucht - die Behörden planen nach Medienberichten eine Reihe von Gegenmaßnahmen. Wie die Zeitungen "Phileleftheros" und "Katherimini" schreiben, sollen Geldtransfers ins Ausland massiv beschränkt werden. Die Limits sollen demnach zunächst für sieben Tage gelten.

Die EZB hat offenbar Geld geschickt

Alle Kreditinstitute würden am Donnerstag geöffnet, teilte Finanzminister Michalis Sarris mit. Alle zyprische Banken werden am Donnerstag zwischen 12.00 und 18.00 Uhr Ortszeit ihre Schalter öffnen, berichtete die Athener Nachrichtenagentur AMNA unter Berufung auf die Zentralbank. Dies bestätigte auch der staatliche zyprische Rundfunk. Die Banken der Inselrepublik sind seit dem 16. März geschlossen.

Die zyprische Zentralbank ist einem Zeitungsbericht zufolge schon mit fünf Milliarden Euro Bargeld ausgestattet worden. Das Geld sei am Abend in einem schwerbewachten Konvoi vom Flughafen Larnaka aus zur Zentralbank in Nikosia gefahren worden, berichtete die Tageszeitung "Kathimerini", die auf ihrer Internetseite auch Aufnahmen des Konvois zeigte. Das von der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitgestellte Bargeld werde nun an die Bankfilialen auf Zypern verteilt. Die Lieferung sei von Hubschraubereinheiten in der Luft gesichert worden.

Nur einige tausend Euro erlaubt

Laut den Zeitungsberichten dürfen Reisende nicht mehr als 3000 Euro Bargeld ins Ausland mitnehmen und nicht mehr als 5000 Euro pro Monat mit ihren Kredit- oder Debit-Karten im Ausland zahlen. Unternehmen sollen ihre normalen Transaktionen unbegrenzt fortsetzen können, müssen sie aber ab 500 Euro genau dokumentieren. Geldtransfers im Inland sollen demnach uneingeschränkt möglich sein, allerdings dürfen Schecks nicht mehr gegen Bargeld eingelöst werden.

Die Laiki-Bank soll nach den jüngsten Beschlüssen aufgelöst werden; die noch zu rettenden Guthaben sollen an die Bank of Cyprus übergehen. Deren Vorstandschef Yiannis Kypri wurde laut der zyprischen Nachrichtenagentur CNA auf Druck der internationalen Geldgeber entlassen. Bereits am Dienstag hatte Verwaltungsratschef Andreas Artemis seinen Rücktritt erklärt.

Die Umstrukturierung des zyprischen Bankensektors ist eine der Auflagen für ein Milliardenhilfspaket für das Land. Die Euro-Finanzminister hatten in der Nacht zum Montag zugesagt, Zypern mit maximal zehn Milliarden Euro zu helfen.

Die Zyprer selbst sollen rund sieben Milliarden Euro aufbringen. Um das Geld für die Rettung des Bankensektors zusammenzubringen, ist vorgesehen, bei Bankguthaben über 100.000 Euro einen Anteil von bis zu 40 Prozent in Aktienkapital umzuwandeln.

Zypern beklagt sich über seine Retter

Außenminister Ioannis Kasoulidis warf derweil der EU vor, sich im Falle Zyperns wenig solidarisch gezeigt zu haben. "Europa gibt vor uns zu helfen, doch ist der Preis dafür zu hoch", sagte Kasoulidis der französischen Zeitung "Les Echos". Er warnte, Zypern werde lange Zeit brauchen, um sich von der "brutalen Zerstörung unseres Wirtschaftsmodells" zu erholen.

Die Ratingagentur Fitch erklärte, bei der Kreditwürdigkeit Zyperns sei eine Herabstufung zu befürchten. Der Euro notierte am Mittwoch erstmals seit vier Monaten unter 1,28 Dollar, er gab im Tief nach bis auf 1,2753.

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