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Euro-Krise: Das nächste Sorgenkind heißt Kroatien

24.05.2013, 13:48 Uhr | t-online.de - sia

Euro-Krise: Das nächste Sorgenkind heißt Kroatien. EU-Neueinsteiger Kroatien steckt im Dauertief (Quelle: dpa)

EU-Neueinsteiger Kroatien steckt im Dauertief (Quelle: dpa)

Griechenland, Portugal, Irland, Zypern und Spanien sind bereits unter den Euro-Rettungsschirm geschlüpft, jetzt könnte Kroatien das nächste Sorgenkind in der europäischen Schuldenkrise werden. Ab Juli gehört der Balkanstaat als 28. Mitgliedsstaat zur EU. Der Start sieht allerdings andere als rosig aus: Das Land steckt tief im Schuldensumpf und leidet unter Rekordarbeitslosigkeit.

Hoffen auf Milliarden aus EU-Kassen

Seit 2007 hat der Europäischen Kommission zufolge die EU im Rahmen der Heranführungshilfe schon knapp eine Milliarde Euro für Kroatien bereitgestellt. Nach dem Beitritt in wenigen Wochen hofft die Regierung laut der "Bild"-Zeitung auf Zuschüsse in Höhe von mindestens drei Milliarden Euro aus den EU-Kassen. Denn die Situation des Landes sieht düster aus.

Um fast zwei Prozent ist Kroatiens Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr geschrumpft. Viele Analysten rechnen laut der "Wirtschaftswoche" im besten Fall mit einer Stagnation, frühestens 2014 könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) leicht steigen. Die Arbeitslosenquote in dem 4,5-Millionen-Einwohner-Staat liegt demnach bei 23 Prozent, die Auslandsverschuldung bei mehr als 100 Prozent des BIP.

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Keine Industrie, nicht wettbewerbsfähig

"Sicherlich haben Kroatiens wirtschaftliche Probleme auch mit der Euro-Krise zu tun“, sagte Kevin Körner, Osteuropaexperte der Deutschen Bank in Frankfurt, der Zeitung. So sei zum Beispiel Italien, Kroatiens wichtigster Handelspartner, als Abnehmerland fast komplett ausgefallen. Doch das Problem liege auch darin, dass der Staat über so gut wie keine Industrie verfüge, heißt es in dem Bericht weiter.

Für vier Monate im Jahr lebe das Land vom Tourismus, ansonsten von der Landwirtschaft. Innovationen fehlen offenbar, dringend müsste die kroatische Wirtschaft wettbewerbsfähiger werden. Das betreffe vor allem den Energie-, Gesundheits- und Transportsektor, meldete der "Deutschlandfunk". Das Land landete im Ranking des Weltwirtschaftsforums 2012 im Vergleich von 144 Nationen auf Platz 81.

Korruption blüht

Ein weiteres schwerwiegendes Problem des EU-Neueinsteigers ist die Korruption. In der Rangliste von Transparency International belegt Kroatien Rang 62 von 174 Ländern und rangiert sogar hinter Kuba. Ministerpräsident Zoran Milanovic selbst warnte "Bild" zufolge, sein Land müsse die Korruptionsprobleme säubern, "damit Zagreb und Kroatien kein dunkler Fleck, sondern ein europäischer Stern werden".

Hilfe des IWF will Milanovic aber trotz der schwierigen Lage nicht beantragen, Kroatien soll sich aus eigener Kraft aus dem Tief ziehen. "Wir haben Vertrauen in unser Land. Wir sind zwar ein kleines Land mit viereinhalb Millionen Einwohnern, aber trotzdem können wir Wunder vollbringen", sagte er dem "Deutschlandfunk".

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