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Draghi verspricht lockere Geldpolitik

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EZB-Chef Draghi verspricht lockere Geldpolitik

07.06.2013, 15:52 Uhr | dpa-AFX

Draghi verspricht lockere Geldpolitik. Draghi verspricht lockere Geldpolitik (Quelle: Reuters)

EZB-Chef Mario Draghi darf die umstrittenen Staatsanleihe-Käufe prinzipiell starten (Quelle: Reuters)

Die EZB enttäuscht die Anleger: Notenbank-Chef Mario Draghi stellt zwar weiter Billiggeld in Aussicht, den Leitzins beließ die EZB wie von Ökonomen erwartet aber auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent. Auch konkrete Hilfen für die lahmende Wirtschaft hat Europas oberster Währungshüter vorerst nicht zu bieten. Derweil schätzt die Deutsche Bundesbank die Aussichten für die deutsche Wirtschaft noch ungünstiger ein als bei ihrer letzten Prognose.

Angesichts Wachstumsrisiken im Euroraum geht die EZB davon aus, dass die schrittweise Erholung der europäischen Wirtschaft zum Jahresende hin nur schleppend vorankommt. Auch die Erwartungen der Deutschen Bundesbank für die Wirtschaft hierzulande stimmt nicht gerade positiv.

Inflationsrate dürfte moderat bleiben

So senkte die Bank ihre Prognose für das Wachstum in diesem Jahr um 0,1 Punkte auf 0,3 Prozent. Für 2014 erwartet sie ein Wachstum von 1,5 Prozent und damit 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Dezember. Zumindest die Inflationsrate dürfte mit weniger als zwei Prozent aber moderat bleiben.

EZB senkt aktuelle Konjunktur-Prognose

Die düsteren Erwartungen der EZB kommen auch in den aktualisierten Konjunktur- und Inflationsprognosen der Währungshüter zum Ausdruck: Demnach dürfte der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr bei 0,6 Prozent liegen. Bislang hatte die EZB ein Minus von 0,5 Prozent vorhergesagt. Die schrumpfende Wirtschaftsleistung dürfte sich auch in niedrigerer Inflation bemerkbar machen. Die Verbraucherpreise im Euroraum dürften sich um 1,4 Prozent verteuern. Zuvor hatte die EZB eine Inflation von 1,6 Prozent erwartet.

Leichter Aufschwung ab 2014

Doch der Aufschwung ist nach Einschätzung der Notenbanker nur aufgeschoben, nicht aufgehoben: Für 2014 wurde die Wachstumsprognose leicht erhöht. Jetzt rechnet die EZB im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,1 Prozent.

Bei der letzten Projektion im März lag die Erwartung noch bei einem BIP-Anstieg von 1,0 Prozent. Die Teuerungsrate soll unverändert bei 1,3 Prozent liegen. Die Projektionen der EZB werden vom Mitarbeiterstab erstellt und einmal im Quartal veröffentlicht.

Keine zusätzliche Lockerung der Geldpolitik

Die Hoffnungen auf rasche Hilfsmaßnahmen für Kleinfirmen in den Krisenländern dämpfte Notenbankchef Draghi. Der EZB-Rat habe zwar über den Ankauf von Kreditpaketen sowie über langfristige Kredite an Banken und eine Lockerung der Sicherheiten für Zentralbankgeld diskutiert. Auch die Möglichkeit negativer Einlagenzinsen, also einer Art Strafgebühr auf überschüssige Liquidität, die Geschäftsbanken über Nacht bei der EZB parken, habe der Rat besprochen, sagte Draghi. Danach verwies er jedoch darauf, dass insbesondere der Ankauf von verbrieften Krediten nur mittel- bis langfristig in Frage käme.

"Die EZB lässt sich alle Optionen offen, konkrete Hinweise auf eine unmittelbar bevorstehende Lockerung der Geldpolitik hat es aber nicht gegeben", sagte Experte Ulrich Wortberg von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Im EZB-Rat sei über viele Möglichkeiten gesprochen worden. Derzeit bestehe aber keine Notwendigkeit dafür. "Vor diesem Hintergrund dürften Zinssenkungsspekulationen vorerst nachlassen."

Die Reaktion der Finanzmärkte fiel dann auch enttäuscht aus. Die europäischen Aktienmärkte reagierten mit Kursabschlägen, der DAX drehte ins Minus. Am Devisenmarkt konnte der Euro hingegen profitieren. Schon während der EZB-Chef sprach kletterte die Gemeinschaftswährung.

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