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Wirtschaft: Großaktionäre fordern BHP Billiton zum Verkauf der ganzen Ölsparte auf

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Wirtschaft  

Großaktionäre fordern BHP Billiton zum Verkauf der ganzen Ölsparte auf

21.04.2017, 09:17 Uhr | dpa-AFX

LONDON/NEW YORK/SYDNEY (dpa-AFX) - Der weltgrößte Bergbaukonzern BHP Billiton gerät laut einem Pressebericht wegen seiner Ölsparte immer stärker unter Druck. Nachdem der Hedgefonds Elliott den Konzern zur Abspaltung seines Ölgeschäfts in den USA aufgefordert hatte, plädieren jetzt vier weitere Großaktionäre für die Trennung von der gesamten Ölsparte, wie die "Financial Times" (FT/Freitag) berichtet. "Ich hoffe, eine Form der Ausgliederung zu sehen", zitiert die Zeitung einen der Anteilseigner. Auch der Vermögensverwalter Aberdeen zeigte sich einer Abspaltung gegenüber aufgeschlossen.

Bei den Aktionären, die sich dafür aussprechen, handelt es sich der "FT" zufolge um 4 der 20 größten Anteilseigner von BHP Billiton. "Die Zukunft des Ölgeschäfts ist die größte Frage, die Elliott aufgeworfen hat, und die größte Veränderung, die dem Unternehmen bevorstehen kann", zitiert das Blatt einen der Befürworter. Der Bergbaukonzern lehnte eine Stellungnahme auf Nachfrage der Zeitung ab.

Vergangene Woche hatte die BHP-Führung der Forderung des Hedgefonds klar abgelehnt. Das Management habe die Rolle der Ölsparte seit seinem Amtsantritt im Jahr 2013 schon mindestens zwei Mal in Frage gestellt, hatte BHP-Chef Andrew Mackenzie gesagt. "Ich bin immer noch der Meinung, dass Öl gut zu unserer jetzigen Strategie passt."

Die Ölsparte, die ihr Geschäft in den USA, Australien und der Karibik betreibt, verschaffe BHP eine "einzigartige Form der Diversifizierung", sagte er. "Das macht uns ungewöhnlich - und zwar ungewöhnlich begünstigt." Laut der Investmentbank Morgan Stanley ist das BHP-Ölgeschäft insgesamt rund 29 Milliarden Dollar wert.

Hinter dem Hedgefonds Elliott steht der Milliardär Paul Singer, der immer wieder große Konzerne mit seinen Forderungen vor sich hertreibt. Gerade erst stolperte der frühere Siemens-Chef Klaus Kleinfeld über einen Streit mit Singer - und verlor seinen Chefposten beim US-Metallkonzern Arconic. Kleinfeld soll Singer einen Brief geschrieben haben, aus dem der Eindruck entstehen kann, dass er von exzessiven Partys Singers im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland hat. Der US-Milliardär, dessen Hedgefonds schon länger Kleinfelds Absetzung gefordert hatten, interpretierte das als Erpressungsversuch.

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