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Beitragsbemessungsgrenze: Informationen zu Beitragsbemessungsgrenze im Versicherungslexikon

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Versicherungslexikon  

Beitragsbemessungsgrenze

26.05.2010, 14:31 Uhr | t-online.de, t-online.de

Unter der Beitragsbemessungsgrenze wird eine Einkommensschwelle verstanden, über welcher das Einkommen nicht weiterhin mit Versicherungsbeiträgen belastet wird. Das Einkommen wird von der gesetzlichen Sozialversicherung also stets nur bis zu einem gewissen Betrag belastet. Personen über dieser Grenze müssen im Vergleich zu anderen Versicherungsnehmern also einen prozentual geringeren Beitragssatz entrichten. Die Beitragsbemessungsgrenze widerspricht zwar dem Grundsatz des sozialen Ausgleichs, auf der anderen Seite dürfen Besserverdiener durch höhere Beiträge allerdings auch nicht benachteiligt werden.

Grundsätzliches

Der monatliche Beitrag für gesetzliche Versicherungen wie Pflegeversicherung, Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Rentenversicherung wird anhand des Bruttolohn bemessen. Der Versicherte muss also stets einen Prozentsatz seines Einkommens als Versicherungsbeitrag entrichten. Falls das Bruttoeinkommen eine gewisse Verdienstschwelle überschreitet, wird der darüber liegende Verdienst bei der Berechnung des Versicherungsbeitrages nicht mit einbezogen. Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze wird jährlich von der Bundesregierung abgeändert. Diese berechnet sich zum Teil aus dem bundesweit durchschnittlichen Bruttoeinkommen. Die Beitragsbemessungsgrenze darf nicht mit der Versicherungspflichtgrenze verwechselt werden, ab welcher keine gesetzliche Krankenversicherungspflicht mehr besteht.

Wissenswertes

Die Beitragsbemessungsgrenze gilt nur für gesetzliche Versicherungen. Private Versicherungen berechnen ihre Versicherungssätze in der Regel nach eigenen Vorgaben. Eine Versicherungspflicht in gesetzlichen Versicherungen besteht nur dann, wenn das Bruttoeinkommen die vorgegebene Jahresarbeitsentgeltgrenze unterschreitet. Falls das Einkommen darüber liegt, besitzt der Versicherungsnehmer die freie Wahl, ob er in der gesetzlichen Krankenversicherung verbleibt oder in eine private Krankenversicherung überwechselt. Ein solcher Wechsel ist allerdings nur möglich, wenn abzusehen ist, dass das Einkommen konstant bleibt oder weiterhin ansteigen wird. Generell gilt der Grundsatz, dass das Jahresarbeitsgehalt in den drei vorherigen Kalenderjahren bereits die Versicherungspflichtgrenze überschritten hat.

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