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Vermögensschaden: Informationen zu Vermögensschaden im Versicherungslexikon

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Vermögensschaden

26.05.2010, 17:09 Uhr | t-online.de

Der Begriff des Vermögensschadens wird in erster Linie im Zusammenhang mit der Haftpflichtversicherung genannt. Hier wird in Sach-, Personen- und Vermögensschäden unterschieden. Per Definition handelt es sich bei einem Vermögensschaden um die Herbeiführung eines finanziellen Nachteils einer Person oder einer Mehrheit an Personen. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn eine Person zu Schaden kommt, was durch eine andere Person herbeigeführt wurde. Hat diese Person einen Schaden erlitten und kann in Folge dessen der Erwerbstätigkeit nicht nachgehen, so kommt es zu einem Verdienstausfall. Dieser Verdienstausfall ist als Schaden am Vermögen des Betroffenen zu sehen. Das bedeutet, dass das Vermögen des Geschädigten nach dem Schadensfall geringer ist, als davor. Das Vermögen wird dabei in Geld gemessen. Hierzu werden aber auch entgangene Gewinne gezählt oder Nutzungsausfälle. Das Gegenteil des Vermögensschadens ist der immaterielle Schaden.

Der reine Vermögensschaden

Ein reiner Vermögensschaden kann nicht in jedem Falle ersetzt werden, sondern nur im Rahmen vertraglicher Beziehungen, die aber bereits vor dem Schadensereignis bestanden haben müssen. Bei vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung sowie bei der Verletzung eines Schutzgesetzes muss der reine Vermögensschaden ersetzt werden. Ohne Weiteres zu ersetzen sind hingegen Schäden am Vermögen, die durch eine Verletzung so genannter absoluter Rechte einher gingen. Dazu zählen Schäden an Leib und Leben, an der Gesundheit, an der Freiheit und am Eigentum.

Wie sieht es im Strafrecht aus?

Strafrechtlich gesehen kann ein Vermögensschaden durch Betrug, Erpressung, Untreue oder Scheck- und Kreditkartenmissbrauch entstehen. Es wird zwischen dem zivilrechtlichen und dem strafrechtlichen Tatbestand des Vermögensschadens unterschieden.

Echte und unechte Vermögensschäden

Seitens der Versicherungen wird in echte und unechte Vermögensschäden unterschieden. Erstere entstehen direkt, wenn zum Beispiel Gewinne durch einen Schaden entgangen sind. Die unechten Vermögensschäden entstehen als Folge anderer Schäden, wie am oben genannten Beispiel der Person, die aufgrund eines Schadens nicht in der Lage war, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen.

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