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Wirtschaftlicher Totalschaden

26.05.2010, 17:57 Uhr | t-online.de

Der wirtschaftliche Totalschaden ist ein Begriff des deutschen Schadensrechts. Er steht immer dann zur Debatte, wenn es um die Beschädigung von Kraftfahrzeugen geht. Dabei ist ein wirtschaftlicher Totalschaden zunächst von dem technischen Totalschaden zu unterscheiden. In diesem Fall ist das Kraftfahrzeug des Geschädigten so beschädigt, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Hier schuldet der Schädiger also nicht wie üblich nur die Naturalrestitution in Gestalt der Reparatur gem. § 249 ff. BGB, sondern die für einen Neukauf erforderliche Summe.

Wirtschaftlicher Totalschaden im Schadensrecht

Ausgehend vom oben dargestellten Fall werden die schadensrechtlichen Folgen einer Beschädigung deutlich. Der Schädiger muss entweder die Reparaturkosten des Kraftfahrzeugs ersetzen oder die Anschaffungskosten für ein neues und vergleichbares Kfz , falls eine Reparatur nicht mehr möglich ist. Fraglich ist aber die Rechtsfolge, wenn eine Reparatur zwar möglich ist, aber deutlich mehr kosten würde als die Anschaffung eines neuen Kfz. Diese Konstellation bezeichnet die Rechtsprechung als "wirtschaftlicher Totalschaden."

Interessenausgleich

Hier ist einerseits das Interesse des Geschädigten, weiterhin seinen eigenen Wagen zu fahren, beachtlich. So hat sich dieser bereits an das Fahrzeug gewöhnt und kennt die Fahreigenschaften. Daher verpflichtet die Rechtsprechung den Schädiger auch dann zu einem Ersatz der Reparaturkosten, wenn diese im Einzelfall über den Anschaffungskosten für ein neues Kfz liegen. Indes ist auch das Interesse des Schädigers zu beachten. So kann es diesem nicht zugemutet werden, eine hohe Summe für die Reparatur zu zahlen, wenn doch die neue Anschaffung um einiges günstiger wäre. Daher begrenzt die Rechtsprechung den Ersatz für entsprechende Schäden auf 130% des Anschaffungswertes. Der Schädiger muss also nur solche Schäden ersetzen, die 30 % über dem Neupreis des Kfz liegen. Zudem besteht diese Ersatzpflicht nur in solchen Fällen, in denen das Kfz auch tatsächlich repariert und zumindest ein halbes Jahr weiterhin gefahren wird. Erfüllt der Geschädigte diese Anforderungen nicht, kann der Schädiger zumindest die überschießenden 30% zurückverlangen.

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