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Fast zwei Dutzend Krankenkassen auf der Kippe

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Krankenkassen  

Das große Kassensterben droht

28.05.2011, 14:19 Uhr | AFP, sky, sky, AFP, t-online.de

Fast zwei Dutzend Krankenkassen auf der Kippe. Die Krankenkassen sind krank (Foto: imago) (Quelle: imago)

Die Krankenkassen sind krank (Foto: imago) (Quelle: imago)

Fast die Hälfte aller Versicherten in Deutschland muss sich auf Probleme bei der Krankenversicherung einstellen. Bereits vor Schließung der Pleite gegangenen Krankenkasse City BKK hat der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) einem Pressebericht zufolge vor einer "potenziellen Gefährdung" weiterer 22 Kassen gewarnt. Diese seien aufgrund einer angespannten Finanzlage in ihrer Existenz bedroht, zitierte die "Wirtschaftswoche" vorab aus internen Schätzungen.

Fast die Hälfte aller Versicherten betroffen

Die 22 Kassen versichern demnach rund 28 Millionen Menschen, das sind laut dem Bericht 40 Prozent aller Versicherten. Welche Kassen potenziell gefährdet seien, machte der Verband demnach nicht öffentlich. Für eine Stellungnahme war er nicht erreichbar.

Der Chef der Siemens Betriebskrankenkasse SBK, Hans Unterhuber, kritisierte in der "Wirtschaftswoche", dass die Kassen ihre Bilanzen nicht veröffentlichen müssen.

"Selbst Kassenvorstände mahnen seit Jahren im Gesundheitsministerium und bei der Versicherungsaufsicht mehr Transparenz an." Nur das Bundesversicherungsamt und der GKV Spitzenverband hätten die völlige Transparenz, griffen aber nicht rechtzeitig durch.

Kein Durchblick bei den Bilanzen

Die Beitragszahler müssen sich dem Bericht zufolge derzeit mit Informationen begnügen wie der Summe der Einnahmen, Ausgaben, Verwaltungskosten, Vorstandsgehälter, Leistungsausgaben und der Mitgliederzahl. Doch selbst er als Profi könne daran erkennen, wie die Kasse wirklich aufgestellt sei, urteilte Thomas Thierhoff, Leiter Finanzen bei der Techniker Krankenkasse.

Offenbar nutzen die Kassen auch die Möglichkeiten der Buchhaltung laut Handelsgesetzbuch, fuhr der Bericht fort. Experten schätzten demnach, dass rund 14 Milliarden Euro jährlich in Form von Bilanzkosmetik kreativ ausgewiesen werden. Jeder GmbH-Geschäftsführer stünde bei dieser Art von Buchhaltung mit einem Bein im Gefängnis, kritisierte SBK-Chef Unterhuber.

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