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Kassenpatienten zahlen in Apotheken immer mehr drauf

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Kassenpatienten zahlen in Apotheken immer mehr dazu

26.04.2012, 10:06 Uhr | dpa, t-online.de

Kassenpatienten zahlen in Apotheken immer mehr drauf. Der Gang in die Apotheke kann mitunter teuer werden (Quelle: dapd)

Der Gang in die Apotheke kann mitunter teuer werden (Quelle: dapd)

Gesundheit wird für viele Versicherte immer teurer. So müssen Kassenpatienten in Apotheken für verschreibungspflichtige Medikamente insgesamt mehr draufzahlen. Wie "Bild" berichtet, zahlten die Betroffenen im Schnitt 2,50 Euro pro Packung dazu - und das trotz Rezept. Den Angaben zufolge kamen 2011 so über 1,8 Milliarden Euro zusammen. Das seien fast vier Prozent mehr als 2010. Die Zeitung beruft sich auf Zahlen des Deutschen Apothekerverband (DAV).

Auch bei den Apothekern bleibt weniger hängen

Doch nicht nur die Kassenpatienten müssen bluten. DAV-Chef Fritz Becker erklärte: "Auch die Apotheker, die die Zuzahlungen von den Patienten für die Kassen einsammeln müssen, müssen von ihrem Honorar immer mehr Abschlag an die Kassen zurückzahlen – allein mehr als 1,2 Milliarden Euro im Jahr 2011."

Kassenpatienten zahlen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten zehn Prozent des Arzneimittelpreises, mindestens aber fünf und höchstens zehn Euro dazu. Die restlichen Kosten übernimmt die Versicherung. Kostet das Medikament allerdings weniger als fünf Euro, trägt der Patient die Kosten selbst. Um Familien zu schonen, sind Kinder unter 18 Jahren von den Zuzahlungen befreit.

Rezeptfreie Medikamente werden meist nicht gezahlt

Für Kinder unter 12 Jahren sowie Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr sind zudem alle Arzneimittel grundsätzlich erstattungsfähig. Das heißt, dass auch rezeptfreie Medikamente in diesen Fällen von der Kasse bezahlt werden. In der Regel erstatten die Kassen diese Kosten jedoch nicht.

Allerdings sind die Belastungen für Patienten beschränkt. Wer mehr als zwei Prozent seines Bruttoeinkommens für Arzneimittel, die Praxisgebühr, den Eigenanteil für stationäre Behandlung sowie für Heilmittel oder häusliche Pflege zahlt, ist von allen Zuzahlungen befreit. Bei chronisch Kranken liegt diese Belastungsgrenze bei einem Prozent. Wer diese erreicht, bekommt von der Kasse eine Bescheinigung. Zudem gibt es viele Medikamente, die von einer Zuzahlung befreit sind. Hierbei handelt es sich meist um Arzneimittel mit vergleichbarer Wirkung und Qualität aber günstigerem Preis.

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