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Private Krankenversicherung: Beiträge könnten drastisch steigen

22.05.2012, 19:46 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Private Krankenversicherung: Beiträge könnten drastisch steigen. Die privaten Kassen: Die Kostensteigerungen kommen im Alter (Quelle: imago)

Die privaten Kassen: Die Kostensteigerungen kommen im Alter (Quelle: imago)

Unter den neun Millionen Privatversicherten können sich heute schon viele die Mitgliedschaft nicht mehr leisten. Der Grund sind die hohen Prämien. Aus einer Studie des AOK-Bundesverbandes, die dem "Stern" vorliegt, geht nun hervor, dass die Privatversicherer (PKV) von jedem Mitglied 2700 Euro Prämie im Jahr zusätzlich verlangen müssen, um in den nächsten vier Jahrzehnten finanziell stabil über die Runden zu kommen. Der AOK-Bundesverband bestätigte die Angaben. Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) wies die Angaben energisch zurück.

Mehrausgaben durch steigende Lebenserwartung

Die Studie begründet die Finanznot der PKV mit drei Problemen: Die privaten Kassen müssen immer mehr Geld für Ärzte, Arzneien und Kliniken ausgeben. Auch die steigende Lebenserwartung führt zu Mehrausgaben im Gesundheitswesen. Zudem werde nicht angemessen berücksichtigt, dass die Menschen unter der Eurokrise leiden. Wegen der niedrigen Zinsen würden die milliardenschweren Kapitalanlagen zu wenig Ertrag abwerfen, und dies würde indirekt zu höheren Beiträgen führen.

Verband: die PKV trifft Vorsorge

Dieses Fazit teilt der PKV-Verband nicht. "Die privaten Krankenversicherungen sind hervorragend auf den demographischen Wandel vorbereitet. Im Gegensatz zu den gesetzlichen Kassen trifft die PKV mit ihren kapitalgedeckten Alterungsrückstellungen Vorsorge dafür, die steigenden Gesundheitskosten in einer alternden Gesellschaft aufzufangen“, sagte Dirk Lullies vom PKV-Verband im Gespräch mit t-online.de.

PKV-Verbandssprecher Stefan Reker sagte: "Die AOK selbst bildet keinerlei Vorsorge für die steigende Lebenserwartung und die steigenden Gesundheitsausgaben ihrer Versicherten. Fakt ist, dass die Private Krankenversicherung für ihre neun Millionen Versicherten fast 150 Milliarden Euro kapitalgedeckte Vorsorge vorzuweisen hat, wogegen die AOK für ihre rund 24 Millionen Versicherten Null-Komma-Null Rücklagen hat.

Da ist es schon dreist, dass die AOK Spekulationen über zukünftige Kosten des System-Wettbewerbers anstellt. Übrigens: Der AOK-Höchstbeitrag ist in den letzten 40 Jahren von rund 750 Euro auf heute rund 7100 Euro pro Jahr gestiegen. Wenn man diese Erfahrungswerte nur linear fortschreibt, wird der AOK-Höchstbeitrag in 40 Jahren bei über 67.000 Euro pro Jahr liegen.“

Politik fordert Umdenken

Derweil häufen sich die Beschwerden über private Krankenversicherungen auch in der schwarz-gelben Koalition. Nachdem in der Vergangenheit sich bereits Unionspolitiker zu Wort gemeldet hatten, fordert nun der FDP-Gesundheitspolitiker Lars Lindemann "grundlegende Veränderungen" von der Branche. "Ich bezweifle, ob die Vollversicherung in der heutigen Gestalt in der Zukunft noch so bestehen bleiben kann", sagte er dem "Stern".

Debeka: PKV-Branche muss handeln

Auch in der PKV-Branche wächst der Unmut. So bemängelt Roland Weber, Vorstandsmitglied des Marktführers Debeka, die hohen Maklerprovisionen, den unzureichenden Versicherungsschutz durch Billigtarife oder die mangelnden Wechselmöglichkeiten der Versicherten. "Wenn wir auf diese Schwierigkeiten keine Antwort finden, machen wir uns angreifbar und dürfen uns nicht wundern, wenn die Politiker tätig werden", sagte er dem "Stern".

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