Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Pflegeversicherung: Millionen-Betrug mit ambulanter Pflege

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Ambulante Pflege  

Betrüger-Ring kassierte Millionen mit Pflegedienst

09.12.2012, 10:13 Uhr | Spiegel Online

Pflegeversicherung: Millionen-Betrug mit ambulanter Pflege . Betrüger kassierten Millionen für nicht erbrachte Pflegeleistungen  (Quelle: imago)

Betrüger kassierten für nicht erbrachte Pflegeleistungen (Quelle: imago)

Millionenbetrug mit ambulanten Pflegediensten: Laut "Bild am Sonntag" ist es Krankenkassen-Ermittlern gelungen, einen Ring von Betrügern zu entlarven, der für einen Millionenschaden im Gesundheitssystem verantwortlich ist und in mehreren deutschen Städten operierte. Die Gruppe um einen aus Düsseldorf stammenden Unternehmer soll bis zu fünf Pflegedienste in Dortmund, Düsseldorf, Bremen und Teltow bei Berlin betrieben haben und teilweise noch betreiben. Insgesamt gehen Ermittler von einem Schaden im zweistelligen Millionenbereich aus.

Patientenbesuche zum Schein

Die Betrüger gründeten offenbar ambulante Pflegedienste, die sich um angeblich pflegebedürftige Patienten kümmerten. Mit ihnen rechneten die Dienste zum Schein Patientenbesuche und Medikamente bei den Krankenkassen ab, obwohl die Patienten teilweise nicht hilfsbedürftig waren. Die abgerechneten Leistungen wurden oftmals nicht erbracht, das von den Krankenkassen gezahlte Geld dann über ein Geflecht von Unternehmen im Ausland gewaschen. Ermittler sollen bundesweit ähnliche Betrügerbanden im Visier haben.

Patienten und Bandenkopf stammen aus Russland

Die angeblich pflegebedürftigen Patienten im jetzt aufgedeckten Fall stammen zumeist aus Russland, wie auch der Kopf der Bande. Die Patienten wurden unter anderem mit Geld dazu verlockt, sich häusliche Krankenpflege und Medikamente verordnen zu lassen. Auch die Ärzte, die die entsprechenden Rezepte ausstellten, sollen am Betrug beteiligt gewesen sein. Ein Ermittler der Krankenkassen sagte dem Zeitungsbericht zufolge: "Die Ärzte werden mit finanziellen Anreizen gelockt. Wenn das nicht klappt, wird auch mit Gewalt gedroht."

Anzeige 
Gold zu Weihnachten

Zum Fest einfach Krügerrand oder Maple Leaf schenken. zum Shop

Quasi-mafiöse Strukturen

Der Frankfurter Wirtschaftsermittler und frühere Kriminaloberrat Klaus-Dieter Matschke sprach gegenüber "Bild am Sonntag" von "quasi-mafiösen Strukturen". Zeugen und Ärzte würden bestochen oder eingeschüchtert, "so behaupteten zum Beispiel die Patienten, wenn sie befragt werden, dass sie tatsächlich gepflegt wurden."

Offenbar flog der jetzt entdeckte Schwindel auf, weil eine ambulante Krankenpflegerin in Bremen bei der AOK 15 Patientenbesuche innerhalb von vier Stunden abrechnete. Dazu hätte sie in dieser Zeit 219 Kilometer zurücklegen müssen.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Katze auf dem Thron 
Sie glauben nicht, was diese Katze kann

Diese Katze benutzt die Toilette wie ein Mensch. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Das Samsung Galaxy S7 nur 1,- €*

im Tarif MagentaMobil M mit Top-Smartphone bei der Telekom. Shopping

Shopping
Portable Bluetooth-Speaker für alle Gelegenheiten

Jetzt entdecken, vergleichen und genau den Richtigen finden! Online unter www.teufel.de Shopping


Anzeige
shopping-portal