Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Berufsgenossenschaft muss Alkoholfahrt nachweisen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Berufsgenossenschaft muss Alkoholfahrt nachweisen

07.02.2013, 10:54 Uhr | dpa

Berufsgenossenschaft muss Alkoholfahrt nachweisen. Hatte der Fahrer vor dem Unfall auf dem Heimweg getrunken oder hinterher ein Gläschen auf den Schreck getrunken? Ist dies nicht eindeutig, muss die Berufsgenossenschaft zahlen.

Hatte der Fahrer vor dem Unfall auf dem Heimweg getrunken oder hinterher ein Gläschen auf den Schreck getrunken? Ist dies nicht eindeutig, muss die Berufsgenossenschaft zahlen. (Quelle: dpa)

München (dpa/tmn) - Unfälle auf dem Weg zur und von der Arbeit sind grundsätzlich unfallversichert. Verweigert die Berufsgenossenschaft die Zahlung mit dem Argument, der Unfall sei alkoholbedingt zustande gekommen, muss sie das beweisen.

Ist die alkoholbedingte Verkehrsuntüchtigkeit nicht unstrittig oder nicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nachweisbar, muss der Unfallversicherungsträger zahlen. Das entschied das Bayerische Landessozialgericht in München (Az.: L 3 U 543/10 ZVW), wie die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt. Der Fall: Ein Autofahrer war auf dem Heimweg von der Arbeit mit seinem Wagen von der Straße abgekommen. Mehr als fünf Stunden später suchte er ein Krankenhaus auf, wo ein Bruch der Halswirbelsäule festgestellt wurde - aber auch eine Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille. Die zuständige Berufsgenossenschaft wertete das nicht als Arbeitsunfall mit dem Argument, der Unfall sei wesentlich durch alkoholbedingte Fahruntüchtigkeit verursacht.

Das Urteil: Das Gericht entschied im Sinne des Unfallopfers: Seine Angabe, er habe nach dem Unfall Schnaps getrunken, schließe eine Rückrechnung der Blutalkoholkonzentration von 1,5 Promille auf den Unfallzeitpunkt aus. Wie viel Alkohol der Mann vor und nach dem Unfall getrunken habe, sei trotz umfangreicher Beweisaufnahme nicht aufzuklären. Die Aussagen der Arbeitskollegen hätten keinen entsprechenden Nachweis erbracht. Allein bewiesen sei der Unfall auf dem versicherten Nachhauseweg. Für den Einwand, der Unfall sei entscheidend auf die Alkoholisierung des Fahrers zurückzuführen, habe die Berufsgenossenschaft keinen Beweis erbracht. Sie müsse deshalb den Arbeitsunfall anerkennen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages

Shopping
KlingelBabistabonprix.deESPRITStreet OneCECILMADELEINEdouglas.demyToys
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen

Anzeige
shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Prepaid-Aufladung
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • MagentaCLOUD
  • Homepages & Shops
  • De-Mail
  • Freemail
  • Mail & Cloud M
  • Sicherheitspaket
  • Hotspot
  • Telekom Fotoservice
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017