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"Finanztest": Staatlich geförderte Pflege-Tarife reichen nur selten

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"Finanztest": Staatlich geförderte Pflege-Tarife reichen nur selten

16.04.2013, 13:29 Uhr | t-online.de, dpa-tmn

"Finanztest": Staatlich geförderte Pflege-Tarife reichen nur selten. Eine gute Pflege fürs Alter kann richtig teuer werden (Quelle: dpa)

Eine gute Pflege fürs Alter kann richtig teuer werden (Quelle: dpa)

Die staatlich geförderte Pflegetagegeldversicherung deckt die nötigen Kosten im Alter nur selten ab. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Stiftung Warentest. Im Ernstfall reichten die Leistungen des sogenannten Pflege-Bahr nicht aus, um die finanzielle Lücke zu schließen, erklärte Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest". Für die neue Ausgabe der Zeitschrift (Heft 5/2013) wurden 17 geförderte Tarife und 23 Tarife ohne Förderung untersucht. Diese umfasst seit 2013 einen Zuschuss von fünf Euro bei einem Mindestbeitrag von zehn Euro.

Hohe Selbstbeteiligung

"Von den hohen Kosten einer intensiven Pflege im Heim oder zu Hause trägt die gesetzliche Versicherung etwa die Hälfte", erklärte Tenhagen. Etwa 1500 bis 1800 Euro im Monat müssten Pflegebedürftige selbst finanzieren. "Die geförderten Tarife bieten in vielen Fällen eine maximale Leistung von 600 bis 700 Euro im Monat." Das Fazit der Tester lautet: Eine solche Versicherung habe nur Sinn, wenn jemand so wohlhabend ist, dass er die Beiträge auf Dauer zahlen könne.

Ungeförderte Tarife schneiden besser ab

Eher geeignet sind nach Ansicht der Tester dagegen nicht geförderte Tarife, um die anfallenden Pflegekosten zu decken. Mit einem Monatsbeitrag von rund 55 Euro für 45-jährige Neukunden und 85 Euro für 55-jährige sichern die "sehr guten" und "guten" Tarife das finanzielle Pflegerisiko in allen Pflegestufen ab.

Das kostet eine gute Versorgung im Pflegefall

Die Zeitung empfiehlt zudem schon frühzeitig privat vorzusorgen, um eine gute Pflege zu gewährleisten. Die Schätzungen zeigen denn auch, dass es einer größeren Leistung bedarf, "die Lücke zwischen den Kosten und den Leistungen der Pflegekasse" zu schließen. Die Tester schätzen demnach, dass der monatliche Finanzbedarf im Pflegefall einer Häuslichen Pflege in Stufe I etwa 530 Euro betrage. Bei Pflegestufe II seien es bereits 1270 Euro und bei Pflegestufe III würden Kosten in Höhe von 2320 Euro anfallen.

Stiftung Warentest hat folgende Tipps:

Wer es sich leisten kann, für den Pflegefall vorzusorgen, kann eine Pflegetagegeldversicherung ohne staatliche Zulage abschließen. Die Tester geben jedoch zu bedenken, darauf zu achten in allen Pflegestufen ausreichend hohe Leistungen zu erhalten – auch für die häusliche Pflege. Bei bei Demenz böten geförderte Tarife zu wenig.

Um zu hohe Kosten zu vermeiden, sollten Verbraucher einen Vertrag nur dann abschließen, wenn sie sicher sind, dass sie die Beiträge über Jahrzehnte aufbringen können. Denn im Kündigungsfall verlieren sie den Schutz und das gezahlte Geld. Um die von "Finanztest" geschätzten Pflegekosten gut abzusichern, müssten 55-jährige Neukunden aktuell etwa 85 Euro im Monat aufbringen. Der Beitrag könne in Zukunft noch weiter steigen, so die Expertenmeinung.

Die staatlich geförderte private Pflegevorsorge lohnt sich nur wenn Sie wegen Ihres Alters oder einer Erkrankung keine ungeförderte Versicherung bekommen.

Auch Kombiprodukte sind den Experten zufolge nicht zu empfehlen, sprich einer ungeförderten Pflegetagegeldpolice mit einem geförderten Angebot. Bei Interesse sollte man einen sehr guten oder guten ungeförderten Tarif wählen und sich vom Versicherer ausrechnen lassen, ob die Kombination für Sie Vorteile brächte oder ob es nicht besser sei, den gesamten Beitrag in die ungeförderte Versicherung zustecken.

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