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"Öko-Test": Betriebliche Altersvorsorge oft intransparent

31.05.2013, 12:38 Uhr | dpa

"Öko-Test": Betriebliche Altersvorsorge oft intransparent. Vor dem Vertragsschluss sollten sich Vorsorgesparer umfassend und unabhängig beraten lassen.

Vor dem Vertragsschluss sollten sich Vorsorgesparer umfassend und unabhängig beraten lassen. (Quelle: dpa)

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Arbeitnehmer sollten sich vor dem Abschluss einer Direktversicherung zur Altersvorsorge immer unabhängig beraten lassen. Häufig sind die Vertragsformulare unübersichtlich und schwer verständlich.

Bevor Vorsorgesparer unter eine Versicherungspolice ihre Unterschrift setzen, sollten sie einen unabhängigen Fachmann heranziehen. Denn oft seien die Verträge schwer zu durchzuschauen, berichtet das Magazin "Öko-Test" (Ausgabe 6/2013). Sie sind nach Einschätzung der Tester keinesfalls per se günstiger und transparenter als private Rentenversicherungen oder Riester-Renten. "Öko-Test" verglich 189 Tarife von Direktversicherungen mit Garantieleistung.

Vielen Verbrauchern sei beim Abschluss nicht klar, dass sie bei einer betrieblichen Altersvorsorge - also zum Beispiel einer Direktversicherung - Nachteile haben, die sie bei einer privaten nicht hätten. In manchen Fällen sind die finanziellen Nachteile sogar größer als die Vorteile, die der Versicherte durch die staatliche Förderung hat. Der Vorteil: Pro Jahr können Arbeitnehmer bis zu 4584 Euro steuerfrei auf das Betriebsrentenkonto einzahlen, 2784 Euro davon auch sozialabgabenfrei.

Durch diesen Gehaltsverzicht zahlen sie allerdings auch weniger in die staatliche Rentenkasse ein und verzichten damit letztlich auf einen Teil der staatlichen Altersrente. Außerdem ist zu berücksichtigen, dass diejenigen, die eine betriebliche Altersvorsorge erhalten und gesetzlich pflichtversichert sind, im Rentenalter auch höhere Beiträge für die Krankenversicherung zahlen müssen.

Bevor sie den Vertrag unterschreiben, sollten sich Verbraucher von ihrem Versicherer deshalb genau vorrechnen lassen, was später netto von der Betriebsrente übrig bleibt, raten die Autoren der Studie. Die Förderung müsse höher als die Abgabenlast sein - sonst lohnt es sich nicht.

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