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Neuer Vorstoß des PKV-Chefs: Uwe Laue will GKV nur für Schutzbedürftige

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Neuer Vorstoß des PKV-Chefs: GKV nur für Schutzbedürftige

24.07.2013, 11:34 Uhr | AFP, t-online.de

Neuer Vorstoß des PKV-Chefs: Uwe Laue will GKV nur für Schutzbedürftige. Uwe Laue ist der neue Chef des Verbands der Privaten Krankenversicherung (Quelle: dpa)

Uwe Laue ist der neue Chef des Verbands der Privaten Krankenversicherung (Quelle: dpa)

Steigende Beiträge und ein problematischer Wechsel in günstige Tarife schrecken viele ab: Nur rund zehn Prozent der Bundesbürger sind privat krankenversichert. Das will Uwe Laue, Verbandschef der Privaten Krankenversicherungen, ändern. Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" verlangt er, Wechselwilligen den Einstieg in eine private Krankenversicherung (PKV) zu erleichtern. Laue plädiert dafür, nur "Schutzbedürftige" in die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu lassen.

GKV nur für "besonders Schutzbedürftige"

Laue setzt sich demnach dafür ein, die Versicherungspflichtgrenze für einen Wechsel aus der gesetzlichen in eine private Krankenversicherung deutlich zu senken. "Viele haben vergessen, dass die gesetzliche Versicherung ursprünglich nur für besonders Schutzbedürftige eingeführt wurde. Das sollte auch heute noch gelten. Ich glaube nicht, dass 90 Prozent der Bürger schutzbedürftig sind," zitiert die Zeitung den Verbandschef.

Er sei sehr dafür, "so mehr Menschen die freie Wahl zu geben", betonte Laue in dem Interview. Der Hintergrund seines Vorstoßes: Derzeit muss in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleiben, wer weniger als 52.000 Euro im Jahr verdient. Ausnahmen bilden nur Beamte und Selbstständige. Diese Gruppen können auch mit einem geringeren Einkommen in die PKV eintreten.

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Politik gefordert

Aktuell sind nach Angaben der GKV mehr als 90 Prozent der Bundesbürger gesetzlich krankenversichert. Ein definitives Wunsch-Limit für den Wechsel nannte Laue der Zeitung nicht. Das sei Sache der Politik. Er wies jedoch darauf hin, dass das Jahreseinkommen eines Vollzeitbeschäftigten derzeit im Schnitt bei 40.000 Euro liege.

Warnung vor Praxensterben

Der Verbandschef warnte zugleich vor den Plänen von SPD und Grünen, eine Bürgerversicherung einführen. Dadurch drohe eine deutliche Verschlechterung des Gesundheitssystems in Deutschland. "Das beginnt bei der ambulanten Versorgung. Die Ärzte werden auf die höheren Honorare für privatärztliche Behandlung verzichten müssen, in der Folge werden in kürzester Zeit 30.000 Arztpraxen geschlossen. Das wäre bei rund 140.000 Praxen ein gewaltiger Einbruch", erklärte Laue dem "Handelsblatt".

Darüber hinaus seien im Falle einer solchen Reform fünf bis zehn Prozent der Jobs von 4,5 Millionen Beschäftigten im Gesundheitswesen gefährdet. "Hier stehen also 200.000 bis 400.000 Arbeitsplätze im Feuer", sagte der PKV-Lenker.

Spahn lehnt Forderung ab

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn (CDU), hat indes in der "Passauer Neuen Presse" die PKV-Forderung nach einer niedrigeren Versicherungspflichtgrenze abgelehnt. Spahn befürchtet in diesem Fall Nachteile für gesetzlich Versicherte.

"Das ist keine realistische Option", sagte der CDU-Politiker zu dem Vorstoß. Die Versicherungspflichtgrenze müsse erhalten werden, denn "jeder zusätzliche Wechsel in die private Versicherung führt zu Beitragsausfällen in der gesetzlichen Krankenversicherung". Spahn sprach sich stattdessen dafür aus, den Verbraucherschutz für Privatversicherte zu verbessern und für sie einen Mindestversicherungsumfang vorzuschreiben.

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