Sie sind hier: Home > Finanzen > Versicherungen >

Krankenkasse muss Kosten für Hörgeräte erstatten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Recht  

Krankenkasse muss Kosten für Hörgeräte erstatten

31.10.2013, 11:04 Uhr | dpa

Krankenkasse muss Kosten für Hörgeräte erstatten. Moderne Hörgeräte sind teuer: Krankenkassen müssen die Kosten in der Regel dennoch übernehmen.

Moderne Hörgeräte sind teuer: Krankenkassen müssen die Kosten in der Regel dennoch übernehmen. Foto: Fredrik von Erichsen. (Quelle: dpa)

München/Berlin (dpa/tmn) - "Erstattungsfähig sind Kosten nur in angemessener Ausführung": Mit dieser Phrase drücken sich Krankenkassen gerne vor zu hohen Kosten. Doch nicht immer kommen sie damit durch, wie ein Urteil zu Hörgeräten zeigt.

Krankenkassen dürfen ihre Leistungen nicht durch unklare Beschreibungen beschränken. So ist eine Formulierung, Hörgeräte oder sonstige Hilfsmittel seien nur in "angemessener Ausführung" zu erstatten, rechtlich ungültig. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Sozialrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hin und beruft sich auf eine Entscheidung des Amtsgerichts München(Az.: 159 C 26871/10).

Der Fall: Ein Mann hatte zusätzlich zu seiner Krankenversicherung eine private Krankheitskostenversicherung abgeschlossen. In deren Bedingungen fand sich die Klausel: "Erstattungsfähig sind die Kosten für Hörhilfen in angemessener Ausführung." Aufgrund seiner beidseitigen Schwerhörigkeit verordnete ein Arzt dem Mann Hörgeräte. Er kaufte sie für 4105 Euro und reichte die Rechnungen bei seiner Versicherung ein.

Diese erstattete nur 2124 Euro mit der Begründung, sie übernehme lediglich die Kosten für Hörgeräte, die durchschnittlichen Anforderungen genügten. Individuelle Bedürfnisse seien dabei nicht maßgeblich. Der Mann klagte dagegen - mit Erfolg.

Derartige Leistungsbeschränkungen seien nicht wirksam, so das Gericht. Die Klausel benachteilige den Versicherten unangemessen, da sie nicht klar und verständlich seien. Sie genüge daher dem Transparenzgebot nicht, da unterschiedliche Interpretationen möglich seien. Dem Betroffenen können auch nicht zugemutet werden, eine Marktanalyse durchzuführen, so das Gericht.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Video des Tages

Shopping
Shopping
Jetzt Glücks-Los kaufen, gutes tun und gewinnen!
Sonderverlosung am 7.11.17 - 20 Mio. € extra
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017