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Private Krankenversicherung  

So können Privatpatienten kräftig sparen

13.12.2013, 13:33 Uhr | Bernhard Vetter, t-online.de

So können Privatpatienten kräftig sparen. Tarifwechsel in der Privaten Krankenversicherung sind nicht einfach, lohnen sich aber oft (Quelle: Archiv)

Tarifwechsel in der Privaten Krankenversicherung sind nicht einfach, lohnen sich aber oft (Quelle: Archiv)

Kassenpatienten schielen gelegentlich neidisch auf Mitglieder der Privaten Krankenversicherung (PKV). Denn diese können sich zunächst oft günstiger, weil einkommensunabhängig versichern, bekommen in der Regel mehr Leistungen erstattet und müssen – so zumindest ein hartnäckiges Gerücht – beim Arzt weniger lange auf einen Termin warten.

Doch die vermeintlich heile Welt der PKV hat auch eine dunkle Seite: die Beiträge steigen im Lauf der Versicherungszeit oft stark an, stärker als bei den gesetzlichen Kassen, und nehmen die Kunden wie in einem goldenen Käfig gefangen. Denn eine Rückkehr in die Gesetzliche Krankenversicherung ist ebenso fast unmöglich wie der Wechsel zu einem anderen Anbieter – letzteres vor allem, wenn seit dem Beginn der Privatversicherung Erkrankungen aufgetreten sind, die zu einem Risikoaufschlag oder Leistungsausschlüssen führen würden. Und das ist bei älteren Versicherten fast zwangsläufig der Fall.

Anbieterwechsel in der PKV fast nie empfehlenswert

Auch ohne Krankheiten ist ein Wechsel nur selten sinnvoll. Denn dann fallen unter anderem die Altersrückstellungen weg, die einen Beitragsanstieg im Alter dämpfen sollen. Außerdem müssten diese Kunden in die neuen Unisex-Tarife wechseln, was vor allem für Männer ungünstig ist.

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Wenn die PKV-Beiträge immer teurer und oft sogar unbezahlbar werden, gibt es für die Versicherten nur noch eine Möglichkeit: ein Tarifwechsel beim eigenen Anbieter nach Paragraf 204 Versicherungsvertragsgesetz (VVG). Doch darauf sind die Gesellschaften verständlicherweise nicht gerade scharf und deshalb müssen Kunden hartnäckig bleiben.

"Vergreisung" von Tarifen gibt es nicht

Dass die PKV-Beiträge so stark ansteigen, wird in den Medien oft damit begründet, dass die jeweiligen Tarife geschlossen und deshalb vermeintlich "vergreisen" würden, denn es blieben ja nur noch die alternden Kunden mit ihren steigenden Ausgaben übrig, während die Jüngeren zur Entlastung fehlten.

Doch das ist ein Märchen, sagt der auf PKV-Tarifwechsel spezialisierte Versicherungsmakler Javier Garcia aus Bad Oeynhausen: "Die Versicherten eines Jahrganges bilden ein Kollektiv. So ist es zum Beispiel für einen 60-Jährigen völlig unerheblich, ob jüngere Versicherte in seinen Tarif neu hinzukommen oder nicht, da für ihn nur die anfallenden Kosten innerhalb seiner Alterskohorte relevant sind." Ob ein Tarif geschlossen wurde oder weiterhin neuen Kunden offensteht, sei in diesem Zusammenhang völlig unerheblich.

Dennoch kann es zu steigenden Beiträgen kommen, wenn Mitglieder den Tarif verlassen, die relativ wenig Kosten verursachen. Übrig bleiben dann die Versicherten mit hohen Gesundheitsaufwendungen, was die Beiträge treibt. Das sei jedoch keine "Vergreisung", sondern man spreche eher von "Entmischung", erklärt Garcia im Gespräch mit t-online.de.

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Alle sechs Jahre einen Tarifwechsel prüfen

"Tarifwechsel lohnen sich in der Regel nach fünf bis sechs Jahren in der PKV, in den meisten Fällen sind die Versicherten aber schon über zehn Jahre versichert", sagt Garcia. Privatversicherte, die unter zu hohen Beiträgen leiden, sollten deshalb unbedingt prüfen, ob ein Tarifwechsel für sie in Frage kommt.

Wer bei DKV, Allianz, Gothaer, Signal, Central, AXA, Inter, Continentale, Bayerischer Beamtenkrankenkasse (BBKK), Hanse Merkur, Union Krankenversicherung (UKV),  Barmenia oder der Halleschen versichert ist, hat ganz gute Chancen, seinen monatlichen Beitrag um durchschnittlich 240 Euro, im Einzelfall auch um rund 500 Euro zu drücken, ohne große Einschnitte beim Leistungsangebot machen zu müssen, berichtet Garcia aus seiner täglichen Praxis.

Wenn es keinen günstigeren Tarif gibt

Während bei diesen Anbietern durchaus spürbare finanzielle Entlastungen zu erzielen sind, schauen die Kunden anderer Gesellschaften in die Röhre. Diese Versicherer haben schlicht keine vergleichbaren Angebote mit denen sich Geld sparen ließe. Die Kunden sind bereits im günstigen Tarif, so teuer dieser auch sein mag.

In diesem Fall gibt es nur einen letzten Ausweg: die Leistungen reduzieren oder die Selbstbeteiligung erhöhen, um so den Beitrag zu drücken. Hier muss der Kunde quasi zwischen Pest und Cholera wählen und entscheiden, was ihm wichtiger ist: Geld zu sparen oder die bisherigen Leistungen zu behalten.

Dies betrifft nach Angaben von Garcia vor allem Kunden der Alten Oldenburger, der Debeka, der HUK Coburg, der Landeskrankenhilfe (LKH), der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK), der DEVK und der Concordia.

Versicherer behindern Tarifwechsel

Einfach und unkompliziert lässt sich der Tarifwechsel jedoch meist nicht bewerkstelligen. "Trotz aller Beteuerungen und Versprechungen des PKV-Verbandes und der Versicherungsunternehmen, sind Desinformation und Behinderungen beim Tarifwechsel bei vielen Gesellschaften noch immer alltäglich", stellt Garcia fest.

So werden die entsprechenden Anfragen nur zögerlich oder gar nicht beantwortet. Kunden würden hingehalten oder bekämen am Telefon falsche Auskünfte. Günstige Tarife würden nicht angeboten, Informationen etwa zum Mehrleistungsausschluss zurückgehalten oder zur Abschreckung hohe Risikoaufschläge in die Angebote eingerechnet. Vor einem Mehrleistungsausschluss müsse jedoch niemand Angst haben, sagt Garcia: "Es gibt ja keine Nachteile, wenn man Leistungen ausschließt, die auch im alten Tarif nicht enthalten waren."

Beratung kann sehr teuer werden

Kunden sind gut beraten, sich von einem Experten helfen zu lassen. Dort lauert jedoch bereits die nächste Kostenfalle: Das Honorar der Berater berechnet sich häufig nach der erzielten monatlichen Ersparnis - und das in einer enormen Spanne. Während sich einige Helfer mit vier bis fünf Monatsersparnissen zufrieden geben, verlangen andere das bis zu Zwölffache – jeweils immer zuzüglich der Mehrwertsteuer. Im schlimmsten Fall würden die Kunden dann also erst nach über einem Jahr anfangen, echt zu sparen, sagt Garcia. Dann könne jedoch schon wieder die nächste Tariferhöhung ins Haus geschneit sein.

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