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Barmer GEK will jede fünfte Stelle streichen - 3500 Jobs in Gefahr

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Der Rotstift regiert  

Barmer will jede fünfte Stelle streichen

24.02.2014, 11:19 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Barmer GEK will jede fünfte Stelle streichen - 3500 Jobs in Gefahr. Auch das Geschäftsstellen-Netz der Barmer soll extrem ausgedünnt werden (Quelle: dpa)

Auch das Geschäftsstellen-Netz der Barmer soll extrem ausgedünnt werden (Quelle: dpa)

Die Barmer GEK, Deutschlands Krankenkasse mit der höchsten Zahl an zahlenden Mitgliedern (6,7 Millionen), setzt beim Personal die Axt an. Jede fünfte der 16.900 Stellen soll bis 2018 gestrichen werden.

Der drastischen Sparkurs soll somit den Abbau von 3500 Stellen umfassen. Das teilte ein Unternehmenssprecher mit. Er bestätigte damit Berichte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und des Senders WDR. Der Personalbedarf reduziere sich aufgrund einer Neuausrichtung der Organisation und der Verschlankung von Arbeitsprozessen.

Außerdem werde die Zahl der Geschäftsstellen mehr als halbiert. "Nach Abschluss des Umbaus werden wir noch 400 Geschäftsstellen haben", sagte Kassenchef Christoph Straub der Zeitung. Mit den Reformen wolle die Kasse jedes Jahr Kosten im Umfang von 250 bis 300 Millionen Euro sparen. Der Wettbewerb werde in den kommenden Jahren härter.

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Krankenkassen können ab 2015 die Beitragssätze wieder selbst festlegen. Was halten Sie davon?

Ab 2015 soll es flexible Zusatzbeiträge geben

Der gesetzlichen Krankenversicherung drohen Finanzprobleme. Wegen steigender Ausgaben rechnen Experten mit Zusatzbeiträgen von mindestens 1,5 Prozent des Einkommens in wenigen Jahren. Vom kommenden Jahr an sollen die Kassen vom Einkommen abhängige Aufschläge verlangen können. Ein heute fälliger Sonderbeitrag von 0,9 Punkten zulasten der Versicherten entfällt dagegen.

Ein Großteil der Kassen wird nach Einschätzung von Experten zunächst einen Zusatzbeitrag in etwa dieser Höhe erheben müssen. Doch wenn bei einer Versicherung mehr fällig wird, dürfte dies ein spürbarer Wettbewerbsnachteil werden. Straub sagte, er gehe nicht davon aus, dass seine Kasse einen Zusatzbeitrag über dem Durchschnitt verlangen wird.

Barmer verspricht sozialverträglichen Jobabbau

Sprecher Athanasios Drougias nannte auch Qualitätssteigerung als Ziel. Spezialisierte Telefon- und Online-Geschäftsstellen würden aufgebaut. In den Geschäftsstellen vor Ort würden mehr Mitarbeiter konzentriert, um einen Rund-um-Service ohne lange Wartezeiten zu gewährleisten. "Analysen zeigen, dass die Versicherten immer häufiger über das Telefon und das Internet mit uns kommunizieren, weniger in die Geschäftsstellen kommen." Der Personalabbau werde sozialverträglich umgesetzt.

Den Rang als größte Krankenkasse gab die Barmer GEK im Januar an die Techniker Krankenkasse (TK) ab, die mit 8,7 Millionen Versicherten an ihr vorbeizog. Sie hat mit 6,7 Millionen aber immer noch die meisten zahlenden Mitgliedern.

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