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Dicke Kinder von strengen Müttern

20.11.2007, 17:47 Uhr | rov

"Immer schön den Teller leer essen!" Ein gut gemeinter Satz vieler Mütter mit schwerwiegenden Folgen für die Kinder. Denn allzu strenge Erziehung kann Übergewicht bei Kindern im Grundschulalter fördern. Das fand eine US-Studie der Boston University School of Medicine heraus. Demnach werden Kinder besonders autoritärer Mütter mit einer fünfmal so hohen Wahrscheinlichkeit übergewichtig als weniger streng erzogene Sprösslinge. Die Forscher um Kay Rhee befragten dazu 872 Mütter mit vierjährigen Kindern und beobachteten ihren Umgang mit ihnen. Rhee vermutet, dass allzu strenge Erziehung zu Stress bei den Kindern führt und für sie dadurch das Essen zu einer Art Trost oder Fluchtweg wird.

Mischung aus Regeln und Flexibilität

Ideal ist offenbar, wenn Eltern klare Regeln aufstellen, die aber auch mal variieren können. Gleichzeitig sollten Eltern nicht nur Respekt erwarten, sondern auch den Kindern Respekt entgegen bringen. Rigirose Sätze wie "Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!" sind also kontraproduktiv. Rhee erklärte auf der CNN-Website: "Die Regel, dass es zu jedem Essen Gemüse gibt, ist gut - aber das Kind bestimmt, welches und wie viel." So sollen die Kinder lernen, selbst die richtigen Entscheidungen zum Thema Essen zu fällen.

Essen ohne Zwang

Das bestätigt auch Antje Gahl, Pressesprecherin bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: "Die Absprache zwischen Eltern und Kindern ist wichtig." Außerdem hätten Kinder oft Phasen, in denen sie bestimmtes Essen ganz ablehnen. In solchen Fällen rät sie, es ohne Zwang immer wieder anzubieten. Was die Menge betrifft, könnten gerade Kleinkinder sehr gut selbst einschätzen, wann sie satt sind. "Indem man sie zwingt den Teller leer zu essen, erzieht man sie zu Überernährung", so die Ernährungswissenschaftlerin.

Mütter beim Erziehen beobachtet

Die US-Forscher befragten die Mütter ausführlich zu ihrer Kindererziehung und beobachteten ihren Umgang mit den Kindern, die vier Jahre alt waren. Deren Body-Mass-Index wurde gemessen, sobald sie zwei Jahre später in die Grundschule kamen. Während die Kinder, die einem flexiblen Regelwerk zu folgen hatten, nur zu 3,9 Prozent übergewichtig waren, waren es bei den Strengerzogenen 17 Prozent.

Fernsehen gegen Dickwerden

Der Zusammenhang von gesunder Ernährung und Erziehung brachte Super RTL auf die Idee zu einer neuen TV-Serie, die am kommenden Montag (12. Juni) startet. Die Puppentrick-Helden Peb und Pebber sollen Kindern Lust auf Sport und gesunde Ernährung machen. Schließlich sind auch in Deutschland etwa 15 Prozent der Kinder bereits bei der Einschulung übergewichtig.

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