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Ernährung: Experten sagen dicken Kindern düstere Zukunft voraus

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Schicksal dicker Kinder: krank und arbeitslos?

20.11.2007, 16:06 Uhr | sum, cme

In Deutschland ist bereits jeder zehnte Grundschüler und jeder dritte Jugendliche zu dick. In dieser besorgniserregenden Entwicklung sieht Edmund Fröhlich, Geschäftsführer der Spessart-Klinik Bad Orb, nicht nur ein gesundheitliches Problem. Fröhlich sagte gegenüber dem TV-Magazin Quer des Bayrischen Rundfunks, dass seine kleinen Patienten im Extremfall 50 bis 60 Kilogramm vom Normalgewicht abweichen. Den rund 800.000 fettleibigen Kinder und Jugendlichen stehe noch eine schwere Zukunft bevor. "Da wird eine Generation heranwachsen, die weder Ausbildungsplätze noch Arbeitsplätze findet", sagte der Autor des Buches Generation Chips (Krenn Verlag, 2007). Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Bandscheibenprobleme kämen noch dazu. Die junge Generation sei die erste, die "früher sterben werde als ihre Eltern". Doch welche Auswege gibt es aus der Moppel-Misere?

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Fast Food und Computer als Ursache

Die direkten Verursacher für die Fettsucht bei Kindern sind bekannt: Schlechte Ernährung mit Fast Food und Snacks sowie Bewegungsmangel durch zu viel Fernsehen und Computerspiele werden im Allgemeinen als Ursachen genannt. Doch die Ernährungsaufklärung der letzten Jahrzehnte blieb offenbar wirkungslos. Welche Ursachen stecken hinter der veränderten Lebensweise und warum bleibt ein Teil der Jugendlichen schlank, während andere zunehmen? Diesen Fragen gehen die Autoren Susanne Finsterer und Edmund Fröhlich in Generation Chips differenziert auf den Grund.

Arme Kinder = dicke Kinder?

In den ersten Lebensjahren tragen vor allem die Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder. Statistiken belegen, dass Jugendliche aus sozial schwächeren Familien im Schnitt häufiger übergewichtig sind als Kinder aus besser gestellten Familien. Offenbar sind nicht alle Eltern der Aufgabe gewachsen, ihrem Nachwuchs einen vernünftigen Weg durch den Dschungel aus Fast Food, TV und Computerspielen zu zeigen. Die Eltern, so das Credo der Autoren, haben zwar nicht die alleinige Schuld an der Fettsucht. Aber sie sind die Einzigen, die die stetige Gewichtszunahme ihrer Kinder verhindern könnten. Einige schaffen dies nicht, andere wollen es auch nicht. An dieser Stelle, so fordern die Autoren, müsse der Staat eingreifen, um diese "perfide Form der Misshandlung" zu verhindern.

Strafen für uneinsichtige Eltern

Neben Aufklärungsmaßnahmen in Schulen und Kindertagesstätten fordern Finsterer und Fröhlich Kontrollen, zum Beispiel durch schulmedizinische Untersuchungen in zweijährigem Rhythmus. Übergewichtige Kinder sollten stärker überwacht werden und sich einmal pro Quartal mit einem Elternteil beim Kinderarzt einfinden. Laut Fröhlich werden bei den meisten übergewichtigen Kinder viel zu spät oder gar keine stationäre Therapiemaßnahmen angewandt.

Gesundheit als Pflichtfach

Außerdem plädiert er dafür, dass schon ab der ersten Grundschulklasse "Gesundheit" als Pflichtfach eingeführt wird, damit die Schüler ein besseres Gefühl für gesunde Ernährung bekommen. So könnten die Eltern in Sachen Ernährung auch positiv von ihren Kindern beeinflusst werden. Verweigern die Eltern die Unterstützung bei der Gewichtsabnahme, so Fröhlich, sei dies "eine Form von Vernachlässigung und damit ein Straftatbestand". Wie bei anderen Formen der Misshandlung solle dann das Jugendamt eingreifen können.

Kennzeichnung von ungesunden Lebensmitteln

Fröhlich befürwortete gegenüber Quer außerdem ein Ampelsystem für Lebensmittel, wie es zum Beispiel in Großbritannien bereits eingeführt wurde. Eine rote Kennzeichnung soll für viel Zucker, Fett oder Salz stehen, Grün für wenig. Dadurch würde die Lebensmittelindustrie mittelfristig Produkte vom Markt nehmen, die die Verbraucher wegen ihrer Kennzeichnung nicht mehr kaufen. In Deutschland wird die Ampelkennzeichnung für Lebensmittel derzeit geprüft. Zwar ist noch nicht absehbar, ob hierzulande tatsächlich eines Tages rote, gelbe und grüne Punkte auf den Packungen prangen. Dennoch ist eine bessere Kennzeichnung der Nährwerte auf Lebensmitteln wünschenswert. Denn der Kaloriengehalt vieler Produkte ist für Verbraucher schwer zu erkennen.

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