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Wurst ist nicht gleich Wurst

20.11.2007, 10:43 Uhr | cme

Salzig, fettig, ungesund: Wurst hat bei Ernährungsexperten keinen guten Ruf. Teilweise zu Recht, denn viele Sorten wie Salami, Mett- oder Fleischwurst enthalten deutlich mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm. Größere Mengen tierischen Fettes gelten als schädlich, da sie die Arterienverkalkung fördern und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erhöhen. Allerdings ist Wurst nicht gleich Wurst. Kochschinken, Corned Beef und Geflügelwurst beispielsweise schlagen nur mit rund fünf Gramm Fett pro 100 Gramm zu Buche. Sie sind damit deutlich fettärmer als die meisten Käsesorten und punkten mit einem hohen Gehalt an wertvollem Eiweiß, Eisen und Vitamin B12. Lesen Sie hier, bei welchen Sorten Sie zugreifen dürfen und wo Zurückhaltung angesagt ist.

Sortencheck Wie fett ist meine Lieblings-Wurst?

Fleischähnliche Sorten bevorzugen

Den meisten Wurstsorten sieht man ihren Fettgehalt nicht an. Hier hilft der Blick auf die Packung: Enthält die Sorte weniger als zehn Gramm Fett beziehungsweise weniger als 150 Kilokalorien pro 100 Gramm, dürfen auch Figurbewusste zugreifen. Schwieriger wird es, wenn Sie den Aufschnitt an der Wursttheke kaufen. Hier gilt die Faustregel: Fleischähnliche Sorten wie Kochschinken oder geräucherter Schinken, Bratenaufschnitt oder Corned Beef haben meist einen niedrigen Fettgehalt - ebenso Geflügelwurst. Einzige Ausnahme ist Schinken- oder Bauchspeck: Letzterer kann bis zu 65 Gramm Fett pro 100 Gramm enthalten.

Vorsicht bei Streichwurst!

Als wahre Kalorienbomben entpuppen sich Streichwürste wie Mett-, Tee- oder grobe Leberwurst. Die Aufstriche bringen rund 30 Gramm Fett pro 100 Gramm aufs Brot. Auch bei den meisten Brühwurstsorten wie Fleischwurst, Mortadella oder Gelbwurst ist Zurückhaltung angebracht. Sie enthalten ebenfalls mehr als 20 Gramm Fett pro 100 Gramm. Allerdings gibt es auch hier nochmals Unterschiede: Da ein hoher Gehalt an Magerfleisch bei Wurst als Qualitätskriterium gilt, sind Hinweise wie "Delikatess-", "Feinkost-", "extra", "spezial" oder "fein" ein Zeichen für einen etwas höheren Fleischanteil - und damit einen niedrigeren Fettgehalt.

Viel Beilage, wenig Wurst

Wenn Sie nicht auf Ihre Lieblingssorte verzichten möchten, können Sie die Fettmenge auch dadurch reduzieren, dass Sie das Brot dicker und den Belag dünner schneiden oder streichen. Auf Geschmack müssen Sie deshalb nicht verzichten, denn die Brote lassen sich wunderbar mit Senf, Kräutern, Gurkenscheiben oder Salatblättern aufpeppen. Auf diese Weise wird das Wurstbrot sogar zur gesunden Mahlzeit.

Bratwurst ja, aber nicht jede Woche

Schwieriger wird es für Wurstliebhaber, die das Fleischprodukt gerne am Stück als Bock-, Rinds- oder Bratwurst essen. Mit einer Schweinsbratwurst landen schnell mal mehr als 40 Gramm Fett auf dem Teller. Am besten, Sie achten auch hier auf die Beilage: Besser als fettige Pommes frites sind Brot oder Kartoffelsalat ohne Mayonnaise. Oder Sie probieren einfach mal gesündere Alternativen: Putensteaks, Fisch oder eingelegtes Gemüse schmecken vom Grill ebenso gut wie eine deftige Wurst.

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