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Fasten führt nicht zur schnellen Traumfigur

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Fasten  

Fasten führt nicht zur schnellen Traumfigur

20.02.2009, 09:55 Uhr | AP

Fasten hilft nicht, um eine Traumfigur zu bekommen. (Foto: imago)Fasten hilft nicht, um eine Traumfigur zu bekommen. (Foto: imago)Schon seit Jahrtausenden wird gefastet. Dieser Brauch ist in allen Weltreligionen belegt und hat eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Fasten bedeutet dabei weit mehr als den freiwilligen Verzicht auf Essen, Alkohol und Nikotin. Es hat eine viel tiefere geistige Dimension. Wer die Zeit von Aschermittwoch bis Ostern jedoch zum Anlass nehmen will, seine Fettpölsterchen loszuwerden, wird aller Voraussicht nach enttäuscht.

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Nur langfristige Umstellung des Ernährungsverhaltens hilft

"Wer wirkungsvoll und gesund abnehmen möchte, muss sein Ernährungsverhalten langfristig umstellen und sich viel mehr körperlich bewegen", erklärt die Ernährungsexpertin Silke Restemeyer. Die Fastenzeit könnte dafür einen Impuls geben. "Doch wer danach wieder in die alten Lebensgewohnheiten zurückfällt, wird die paar Pfunde, die er abgenommen hat, bald wieder draufhaben." Beim Fasten könne man zudem nicht lernen, wie man sich ausgewogen ernähre.

Schlacken gibt es nicht

Ein weit verbreiteter Irrtum ist laut Restemeyer auch die Annahme, im Körper sammelten sich Schlacken oder Ablagerungen von Stoffwechselprodukten, die von Zeit zu Zeit durch eine "Entschlackungskur" entfernt werden müssten. Der menschliche Organismus scheide Endprodukte des Stoffwechsels bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr über die Niere, den Darm oder auch über die Haut aus, erklärt die Expertin von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Körper brennt auf Sparflamme

Wenn der Körper keine oder aber weniger Nahrungsenergie erhält, als er braucht, stellt er sich auf den sogenannten Hungerstoffwechsel um und brennt auf Sparflamme. Der Organismus greift dann seine Energiereserven an. Und zwar nicht zuerst, wie erhofft, die zuvor fröhlich angemästeten "Schwimmringe an den Hüften", sondern die körpereigenen Kohlenhydratreserven in Leber und Muskeln.

Fasten ist nicht für jeden geeignet

Wenn zu lange gefastet wird oder wenn Kinder, Kranke und Normalgewichtige fasten, kann der Angriff auf die Energiereserven laut DGE sogar gefährlich werden, da es zu einem bedrohlichen Abbau von Muskeleiweiß kommen kann. Auch bei kurzzeitigem Fasten können Probleme auftreten: Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwindelgefühl und Schweißausbrüche sind als "Fastenkrisen" bekannt. Auch Blutdruckabfall oder ein akuter Gichtanfall können Folgen des Fastens sein.

Gehirn bestimmt über den Bauch

Noch ist das komplizierte System, das die Nahrungsaufnahme und den Appetit reguliert, nicht bis zum Grund erforscht. Fest steht, dass Energie- und Nahrungsaufnahme ebenso wie der Energieumsatz im Gehirn gesteuert werden. Wenn der Magen gedehnt ist, wird dies über Fasern des Vagusnerves an das Zentralnervensystem gemeldet. Ein gut gefüllter Magen stoppt also die Nahrungsaufnahme.

Sättigungszentrum liegt im Zwischenhirn

Die dominierende Rolle bei diesem Prozess spielt der sogenannte Hypothalamus, der Teil des Zwischenhirns ist. In ihm stehen zwei verschiedene Regionen miteinander in Kontakt: Die eine fungiert als Sättigungszentrum, die andere als Hungerzentrum. Ist das eine Zentrum aktiv, wird das andere gehemmt - und umgekehrt. Langfristig versucht der Körper, seine Energiereserven konstant zu halten. Dazu misst er die Energiereserven und vergleicht sie mit der aktuellen Energieabgabe. Wer abnehmen möchte, müsste demnach das Hungerzentrum vorübergehend lahmlegen - oder satt sein.

Auch Heilfasten dient nicht der Gewichtsreduktion

Schon in der Medizin des antiken Griechenlands wurde Fasten als Heilmethode eingesetzt. Heute nutzt man es, um ernährungsbedingten Krankheiten vorzubeugen oder ihren Verlauf positiv zu beeinflussen. Dazu zählen zum Beispiel Herz-Kreislauf-Krankheiten und Erkrankungen des Verdauungstraktes. Laut Restemeyer ist das Heilfasten keine Maßnahme zur Gewichtsreduktion. Erfahrungsberichte zeigten jedoch, dass Menschen nach Heilfastenkuren oftmals eine gesundheitsbewusstere Lebensführung begonnen und ihr Ernährungsverhalten positiv verändert hätten.

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