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Übergewicht: Hüftspeck besser als Bierbauch

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Hüftspeck ist besser als Bierbauch

18.05.2012, 16:17 Uhr | pressetext, Pressetext

Übergewicht: Hüftspeck besser als Bierbauch. Hüftspeck birgt weniger Gesundheitsrisiken. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Übergewicht in Kombination mit Vitamin-D-Mangel ist gefährlich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jahrzehntelang hat die Medizin das Körpergewicht von Menschen durch die Körpergröße dividiert, um daraus Aussagen etwa über das Risiko für Herzerkrankungen und Diabetes zu treffen. Doch dieser sogenannte Body-Mass-Index (BMI) ist nicht alles: Wie gefährlich das Übergewicht ist, hängt laut neuen Forschungsergebnissen eher von der Verteilung des Körperfettes ab.

Gesund ist ein Bauchumfang unter der Hälfte der Körpergröße

Viel aussagekräftiger als der Body-Mass-Index (BMI) sei der Height-to-Waist-Index, also das Verhältnis der Körpergröße zum Taillenumfang, behaupten Forscher der britischen Oxford Brookes University. In einer umfangreichen Studie überprüften sie Daten von 300.000 Menschen. Ergebnis: Das Körpergrößen-Taillen-Verhältnis sagte bei ihnen viel genauer hohen Blutdruck, Diabetes und Herzerkrankungen voraus als der Body-Mass-Index. "Jede Person weltweit, die ihren Bauchumfang unter der Hälfte der Körpergröße hält, kann dadurch ihre Lebenserwartung erhöhen", sagt Studienleiterin Margaret Ashwell. So brauchbar der Body-Mass-Index als Indikator auch sei, sein Manko bestehe vor allem darin, nichts über die Fettverteilung auszusagen.

Bauchfett sendet schädlichere Hormone

Fritz Schick von der Abteilung für diagnostische und interventionelle Radiologie der Uni Tübingen bestätigt diese Aussagen: "Fettpolster wirken sehr unterschiedlich auf den Stoffwechsel, je nachdem wo am Körper sie liegen. Bauchfett sendet weitaus schädlichere Hormone aus als das vergleichsweise harmlose Unterhautfett, das etwa im Hüftspeck vorzufinden ist. Gibt es bei einem Bierbauch ein viel größeres Risiko für Diabetes und ähnliche Krankheiten als bei Fettablagerungen im Hüftbereich."

Gene bestimmen Depotverortung

Einen Beleg dafür geben der Tübinger Mediziner und sein Team durch Magnetresonanzmessungen. Bei Unterhautfett konnte das Ausbleiben von Einwirkungen auf den Insulinhaushalt festgestellt werden, während Bauchfett sehr wohl deutliche Folgen hatte. "Wo man Körperfett anlagert, kann ein Mensch selbst kaum beeinflussen, da dies genetisch bedingt ist. Doch wer es als Übergewichtiger schafft, durch vernünftige Ernährung und Bewegung Kilos abzubauen, speckt damit unter anderem auch in der Bauchregion ab und kann somit Risiken für Herzkrankheiten und Diabetes verringern", erklärt Schick.

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