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Abnehmen: Diese Diät-Tricks funktionieren nicht

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Low-Carb und glutenfrei  

Diese Abnehm-Tricks funktionieren nicht

03.04.2015, 13:13 Uhr | cme

Abnehmen: Diese Diät-Tricks funktionieren nicht. Wer auf Kohlenhydrate verzichtet, nimmt oft zu viel Fett zu sich.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer auf Kohlenhydrate verzichtet, nimmt oft zu viel Fett zu sich. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Abnehmen fällt nicht leicht. Da ist man für jeden Trick und Kniff dankbar, der dabei hilft, ein paar Pfunde loszuwerden. Vor allem "Low Carb" und glutenfreie Ernährung liegen im Trend. Doch nicht alle Tipps sind sinnvoll. Einige schaden Ihrer Gesundheit sogar mehr, als dass sie nutzen. Von diesen Abnehm-Tricks sollten Sie besser die Finger lassen.

Bei Low Carb fehlen die Ballaststoffe

Verfechter der Low-Carb-Diäten argumentieren meist damit, dass Kohlenhydrate den Blutzuckerspiegel in die Höhe treiben und der Körper daraufhin Insulin ausschüttet. Die Folge können Heißhungerattacken und Fetteinlagerungen sein. Das ist zwar richtig, gilt aber vor allem für die "schlechten" Kohlenhydrate, die schnell ins Blut gehen, also zum Beispiel für Zucker, Honig oder Weißbrot.

Hochwertige Kohlenhydrate, die vor allem in Vollkornprodukten stecken, können hingegen bedenkenlos verzehrt werden. Nicht nur das: Sie gelten sogar als wichtige Energielieferanten und unverzichtbare Ballaststoffquellen. "Wer Kohlenhydrate - insbesondere Getreideprodukte - reduziert, nimmt zwangsläufig zu wenig Ballaststoffe auf", sagt Professor Helmut Heseker, Ernährungswissenschaftler an der Universität Paderborn.

Low Carb-Brot ist eine Kalorienbombe

Dagegen steigt steigt häufig der Fettanteil im Essen, wenn an Kohlenhydraten gespart wird. Ein Beispiel dafür sind "Low-Carb"- oder Eiweiß-Brote, die bei fast jedem Bäcker im Regal stehen. Sie haben einen vier- bis fünfmal höheren Eiweißanteil als herkömmliche Roggen- oder Weizenmischbrote. Dagegen enthalten sie nur ein Fünftel der üblichen Kohlenhydratmenge.

Tatsächlichen können Low-Carb-Brote wahre Dickmacher sein, denn sie enthalten rund zehn Prozent mehr Kalorien als andere Mehrkorn-Brote. Auch der Fettanteil ist bis zu zehnmal höher als bei einem normalen Mischbrot. Deshalb werde von Eiweißbrot allein "kein Mensch abnehmen", betont die Verbraucherzentrale Bayern und warnt darüber hinaus vor übermäßigem Verzehr.

Glutenfreie Ernährung zum Abnehmen nicht geeignet

Auch gluten- und weizenfreie Ernährung liegt im Trend. Ganze Supermarktregale sind gefüllt mit den Spezial-Lebensmitteln. Doch die Produkte sind eigentlich für Menschen mit Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) gedacht. Zum Abnehmen haben die Produkte keinen Nutzen: "Für gesunde Verbraucherinnen und Verbraucher haben glutenfreie Produkte keine Vorteile", schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg in ihrem Ratgeber "Laktosefrei, glutenfrei - auch eine Werbestrategie".

Light-Produkte führen zu Heißhungerattacken

Die Supermarkt-Regale sind voll von Light-Produkten in allen Varianten. Die fettreduzierten Lebensmittel sollen beim Abnehmen helfen, indem sie die tägliche Kalorienzufuhr senken. Tatsächlich aber wird der Kaloriengehalt von Light-Produkten häufig unterschätzt. Denn oft wird zwar der Fettanteil reduziert, dafür aber der Zuckeranteil erhöht, um das Produkt dennoch schmackhaft zu machen. Die Kalorienersparnis ist damit eher gering.

Hinzu kommt, dass Light-Produkte häufig mit Wasser und Bindemittel versetzt sind oder mit Luft aufgeschlagen werden, um sie "locker-leicht" und voluminöser zu machen. Dadurch sättigen die vermeintlichen Schlankmacher aber auch schlechter und das Hungergefühl kommt schneller zurück. Verstärkt wird dieses noch, wenn statt Zucker Süßstoffe zum Einsatz kommen. Das ist beispielsweise bei Low-Fat-Joghurts oder Diät-Limonaden der Fall. Die Süßstoffe erhöhen den Insulinspiegel, da der Körper glaubt, es werde Zucker zugeführt. Dieser reagiert darauf, indem er den Blutzuckerspiegel absenkt. Da der Körper aber keinen echten Zucker bekommt und der Blutzuckerspiegel nun im Keller ist, kommt es zur Unterzuckerung. Und die begünstigt Heißhungerattacken.

Ananas-Diät sorgt für ständigen Hunger

Die Vorstellung ist verlockend: Überflüssige Pfunde werden einfach verbrannt - ganz ohne aufwändiges Sportprogramm. Stattdessen werden eifrig Fatburner-Lebensmittel gegessen wie Ananas. Dem Enzym Bromelain, das in der Frucht vorhanden ist, wird eine stoffwechselanregende Wirkung nachgesagt. Das Kalium soll darüber hinaus entschlackend wirken. Wissenschaftlich bewiesen ist die Fettverbrennungswirkung von Ananas aber nicht. Sie ist auch deshalb eher unwahrscheinlich, da Enzyme Protein sind, die im Magen gespalten werden und danach nicht mehr wirken.

Tatsächlich bremst die regelmäßige Fruchtzuckerzufuhr die Abnehm-Kur sogar aus. Denn sie steigert das Hungergefühl. Eine Studie der Universität von Yale zeigt, dass man nach dem Verzehr von Lebensmitteln mit Fruchtzucker kein Sättigungsgefühl verspürt. Der Fruchtzucker steigert sogar unser Verlangen nach mehr.

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