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Anti-Diät-Tag: Warum Diäten oft noch dicker machen

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Anti-Diät-Tag  

Warum Diäten noch dicker machen

06.05.2014, 12:07 Uhr | t-online.de

Anti-Diät-Tag: Warum Diäten oft  noch dicker machen. Viele Diäten führen nicht zum gewünschten Ziel. Das Ende vom Lied: Die Hose sitzt hinterher noch enger. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Diäten führen nicht zum gewünschten Ziel. Das Ende vom Lied: Die Hose sitzt hinterher noch enger. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Übergewicht zu reduzieren ist zwar empfehlenswert, übertreiben sollte man es aber nicht. Denn wer zu lange auf Diät ist, riskiert, am Ende noch dicker zu werden. Schon drei bis vier Wochen Diät können den Grundumsatz für rund zwölf Monate aus dem Takt bringen. Es droht der Jojo-Effekt, der zu Heißhunger-Attacken führt und das Gewicht wieder in die Höhe treibt. Anlässlich des Anti-Diät-Tages am 6. Mai geben wir Ihnen Tipps, wie Sie gesund abnehmen und dabei auf Dauer Ihr Gewicht halten können.

Grundumsatz ist immer aktiv

Das Prinzip einer Diät besteht darin, den Kalorienverbrauch zu reduzieren. Dieser setzt sich aus Grund- und Leistungsumsatz zusammen. Der Grundumsatz hält alle lebenswichtigen Funktionen des Körpers aufrecht. Denn selbst beim Liegen brauchen Herz, Lunge oder das Gehirn Nährstoffe, um arbeiten zu können. Als Leistungsumsatz werden Kalorien bezeichnet, die durch Sport oder körperliche Arbeit verbrannt werden. Der durchschnittliche Grundumsatz einer Frau liegt bei 1.200 bis 1.500 Kilokalorien pro Tag. Männer kommen auf 1.800 kcal. Eine Stunde Joggen im mittleren Tempo verbrennt etwa 650 kcal - zum Vergleich: Eine Pizza Salami hat rund 750 kcal. Wie hoch Ihr Kalorienbedarf ist, können Sie mit unserem Kalorienverbrauchsrechner herausfinden.

Strenge Diät führt zum Jojo-Effekt

Der Hype ums Schlanksein hat viele allerdings dazu gebracht, ihren Kalorienverbrauch erschreckend weit heruntergefahren. Er liege etwa bei einer diäthaltenden Frau oft unter 1000 Kilokalorien. "Zwei dickbelegte Käsebrötchen am Tag - damit ist der Bedarf an Energie bei diesen Frauen schon fast gedeckt", sagt Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Doch damit tut man sich keinen Gefallen: "Der größte Feind des Grundumsatzes ist die Diät", sagt Froböse. Denn der Körper sei darauf eingestellt, möglichst viele Funktionen aufrechtzuerhalten. Das Fasten signalisiere dem Körper einen Notstand, er fahre deshalb seinen Grundumsatz herunter und laufe auf Sparflamme.

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Nach dem Abnehmen die Muskeln aufbauen

Isst man nach dem Abnehmen wieder normal, speichert der Körper die zusätzlichen Kalorien für mögliche kommende Notzeiten. Dieser so genannte Jojo-Effekt macht sich mit mehr Kilos auf den Hüften bemerkbar. Viele wiegen deshalb nach einer Diät mehr als vorher. Wer seinen Grundumsatz aus dem Takt gebracht hat, braucht viel Geduld. Doch Froböse zufolge lässt sich der normale Grundumsatz wieder aufbauen: Nach zwölf Monaten liege er ungefähr auf Normalmaß. Drei Schritte führen dabei zum Erfolg: Am wichtigsten ist es, Muskelmasse aufzubauen, da Muskeln selbst im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe. Krafttraining im Fitnessstudio ist dabei eine Möglichkeit.

Drei Mahlzeiten am Tag

Ausdauertraining ist der nächste Schritt. Die Zahl der zelleneigenen Kraftwerke (Mitochondrien) sollte durch gezieltes Training wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren erhöht werden. Der Grund: Je mehr Mitochondrien eine Zelle hat, umso mehr Energie kann sie produzieren - was sich wiederum positiv auf den Grundumsatz auswirkt. Als Drittes sollte man im Biorhythmus des Stoffwechsels essen: Am besten für den Körper sind drei Mahlzeiten am Tag mit jeweils fünf Stunden Pause. Zwischenmahlzeiten sollten vermieden werden.

Abends Pute und Salat essen

Der Experte rät, morgens Kohlenhydrate zu essen und sich mittags nährstoffreich zu ernähren. Das heißt: Zum Frühstück kommen Vollkornmüsli oder -brot auf den Tisch, mittags eine Hauptmahlzeit aus Gemüse, Fisch oder Fleisch und einer Beilage wie Kartoffeln oder Reis. Abends sollte eiweißreich gegessen werden. Zugreifen sollte man also bei Eiern, Pute oder Salat. Ist der Grundumsatz auf ein Normalmaß hochgefahren, kann man mehr essen - und das ganz ohne an Gewicht zuzulegen. Der Körper verbrennt jetzt wieder mehr Kalorien.


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