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So werden Verbraucher bei Portionsgrößen getäuscht

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Die Tricks der Hersteller  

So werden Verbraucher bei Portionsgrößen getäuscht

13.07.2017, 20:17 Uhr | AFP

So werden Verbraucher bei Portionsgrößen getäuscht.  (Quelle: imago/imagebroker/bergsteiger)

Wer kennt das nicht: Kaum hat man die Tüte aufgemacht, sind die Chips auch schon fast weggefuttert. Als eine Portion sind auf der Packung aber in der Regel nur 30 Gramm angegeben. Im Durchschnitt wird jedoch mehr als das Doppelte verzehrt. (Quelle: imagebroker/bergsteiger/imago)

Nur 25 Gramm Cornflakes zum Frühstück oder 100 Gramm Spagetti als Hauptmahlzeit – wundern Sie sich auch manchmal, warum Sie viel mehr essen, als auf der Verpackung von Lebensmitteln angegeben ist? Hersteller schummeln nämlich mit den Portionsgrößen. Verbraucherzentralen fordern daher realistische Portionsangaben auf Verpackungen.

Laut einer von den Verbraucherzentralen veröffentlichten Umfrage stimmen die freiwilligen Portionsangaben der Hersteller häufig nicht mit den tatsächlichen Essgewohnheiten überein. Verbraucher essen meistens deutlich mehr als die Menge, die als Portion auf Lebensmittelverpackungen angegeben ist. Tatsächliche Portionen sind mehr als doppelt so groß wie die angegebene Menge auf den Verpackungen. Die meist zu klein angegebenen Portionen suggerierten den Verbrauchern geringe Zucker- und Fettwerte.

Hersteller tricksen ihre Produkte gesund

"Nach unserer Auffassung rechnen die Hersteller ihre Produkte mit den Mini-Portionen gesund", kritisierte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Zwischen Kennzeichnung und Wirklichkeit klafft eine große Lücke."

Wie die Verbraucherzentralen bei ihrer nicht repräsentativen Befragung herausfanden, aßen die Teilnehmer im Durchschnitt beim Müsli eine Portionsgröße von 81 Gramm, während auf der Verpackung 40 Gramm als Portion angegeben waren. Bei Chips wurden durchschnittlich 63 Gramm verzehrt, auf der Packung stand als Portionsgröße 30 Gramm.

Verbraucherzentralen fordern: Portionsangabe weglassen

Die Verbraucherzentralen forderten die Hersteller auf, bei nicht eindeutig portionierbaren Lebensmitteln wie Chips oder Müsli ganz auf Portionsangaben zu verzichten. Lediglich bei einem Riegel, einer Scheibe oder einem Becher könnten die Angaben sinnvoll sein. An der Umfrage nahmen rund 1500 Menschen teil. "Willkürlich gewählte Portionsgrößen verwirren statt zu informieren", kritisierten die Verbraucherzentralen.

Portionsangaben beim Abnehmen

Die Angabe einer Portion hat auch einen psychologischen Effekt. Wer denkt, allein mit Selbstdisziplin sein Essverhalten steuern zu können, irrt. So zeigen verschiedene Experimente, dass Menschen meist versuchen, das aufzuessen, was sie auf den Teller oder den Löffel bekommen. Umgekehrt heißt das: Wer abnehmen will, sollte sich möglichst nur kleine Portionen in Sichtweite stellen. Trick: Von kleinen Tellern essen. Dann schöpft man nicht so viel drauf.

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