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Zucker  

Macht Zucker wirklich süchtig?

22.12.2008, 13:05 Uhr | cme

Kann Zucker süchtig machen?  (Foto: imago)Kann Zucker süchtig machen? (Foto: imago)Kann Zucker süchtig machen? Diese Frage haben Ernährungsexperten bislang verneint. Doch nun zeigt eine neue Studie der Princeton University (USA), dass zumindest Ratten regelrecht abhängig von dem weißen Pulver werden können. Nachdem die Tiere regelmäßig Zucker im Überschuss erhalten hatten, steigerten sie ihren Konsum und litten sogar unter typischen Entzugserscheinungen. Doch lassen sich die Ergebnisse so auf den Menschen übertragen? Wir haben einen Experten befragt.

Entzugserscheinungen erzeugt

Mit einem Trick brachten die Wissenschaftler die Ratten dazu, regelmäßig große Zuckermengen aufzunehmen. Sie verwehrten den Tieren das Frühstück, sodass die Nager großen Hunger hatten. Anschließend stand ihnen nur wenig Futter sowie Zuckerwasser zur Verfügung, das die Ratten gierig tranken. Mit der Zeit gewöhnten sich die Tiere an den Zucker und konsumierten immer mehr davon. Später wurde ihnen das Zuckerwasser wieder verwehrt und die Ratten entwickelten Entzugserscheinungen. So wurden sie beispielsweise überängstlich und konsumierten mehr Ersatzdrogen wie beispielsweise Alkohol als die nicht süchtigen Nager.

Das Gehirn braucht Kohlenhydrate

Und wie ist es bei uns? "Die Ergebnisse lassen sich nicht ohne Weiteres auf den Menschen übertragen", sagte Prof. Hans Hauner vom Else-Kröner-Fresenius-Zentrum für Ernährungsmedizin der TU München gegenüber der Lifestyle-Redaktion. Die Nahrungsaufnahme werde im Gehirn durch einen komplizierten Mechanismus reguliert. So sei das Verlangen nach Zucker zwar bei allen Menschen vorhanden, aber unterschiedlich ausgeprägt. "Das Gehirn kann ausschließlich Glucose - also Traubenzucker - zur Energiegewinnung nutzen und versucht diesen Bedarf zu sichern", so der Ernährungsmediziner. Mit einer Sucht sei das aber nicht vergleichbar.

Zucker ist kein Vitaminräuber

Neben dem Mythos, dass Zucker süchtig macht, hört man auch häufig, das weiße Süßungsmittel sei ein Vitaminräuber. Dieser Irrglaube wurde aber inzwischen wissenschaftlich widerlegt. Das Vitamin B1 ist zwar beim Abbau von Zucker beteiligt, wird aber bei diesem Prozess nicht verbraucht. Auch die Annahme, dass durch den süßen Genuss dem Körper Kalzium entzogen wird, gilt als überholt. Diese Vermutung beruhte auf einer falsch gedeuteten Studie aus den 1920-er Jahren.

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