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Erektionsprobleme: Weichmacher in Plastikwaren verursacht Potenzprobleme

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Erektionsprobleme  

Chemikalie in Plastikflaschen kann Potenz mindern

05.05.2017, 15:53 Uhr | AFP/jlu

Erektionsprobleme: Weichmacher in Plastikwaren verursacht Potenzprobleme. Mann trinkt Wasser aus Plastikflasche (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Top Photo Corporation)

In Plastikflaschen können vor allem für Männer schädliche Stoffe enthalten sein (Quelle: Top Photo Corporation/Thinkstock by Getty-Images)

Das Trinken aus Plastikflaschen kann für Potenzprobleme verantwortlich sein und die Fruchtbarkeit schädigen. Der intensive Kontakt mit Plastikwaren kann bei Männern sogar Ejakulationsstörungen auslösen. Das berichteten US-Forscher in der Fachzeitschrift "Human Reproduction". Schuld ist die Chemikalie Bisphenol A, die für die Herstellung mancher Kunststoffe verwendet wird.

Studie zur Fortpflanzungsfähigkeit beim Menschen

Die Untersuchungen der Wissenschaftler in einer chinesischen Fabrik zeigten, dass die Chemikalie Bisphenol A (BPA) Potenzprobleme deutlich steigern kann. Der Stoff sorgte auch wegen einer möglichen Gesundheitsgefährdung durch Babyschnuller und -nuckel für Schlagzeilen. Die Mitarbeiter des US-Gesundheitsfürsorgers Kaiser Permanente hatten zuvor schon bei amerikanischen Männern festgestellt, dass der Stoff, der ähnlich wirkt wie das weibliche Sexualhormon Östrogen, auch das Sexualleben beeinträchtigt.

Erektionsprobleme mit BPA viermal häufiger

In ihrer Studie untersuchten die Wissenschaftler 634 Arbeiter in China. Ein Teil von ihnen arbeitete in einer Fabrik, in der BPA in großen Mengen in der Produktion eingesetzt wird. Bei dieser Gruppe waren Erektionsprobleme vier Mal so häufig wie bei Arbeitern, die nicht mit BPA in Kontakt kamen. Die Häufigkeit von Ejakulationsproblemen lag sogar um das Siebenfache höher. Die BPA-Dosen, denen die betroffenen Arbeiter ausgesetzt waren, lagen laut den Forschern um das 50-Fache über dem Durchschnittswert bei US-Bürgern. Außerdem produzierten sie weniger Spermien.

Ein von der WHO einberufenes Expertengremium kam im November 2010 allerdings zu dem Schluss, dass in Studien zur Reproduktionstoxizität ein Effekt durch Bisphenol A erst ab einer hohen Dosis auftritt.

Chemikalie Bisphenol A kann wie ein Hormon wirken

Die für die Herstellung mancher Kunststoffe verwendete Chemikalie Bisphenol A hat hormonähnliche Wirkungen und kann zur Entstehung von Herzkreislauferkrankungen, Leberproblemen und Diabetes beitragen.

Das Problem: Bisphenol steckt in zahlreichen Alltagsgegenständen. So dient diese Substanz beispielsweise zur Herstellung von Wasserkochern, Konservendosen, Plastikschüsseln und Spielzeug. Außerdem findet sich BPA oft in Haushaltsgeräten, Mobiltelefonen und sogar in Zahnfüllungen oder Kassenzetteln.

Mann hat Erektionsprobleme beim Sex (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Antonio Guillem)Erektionsprobleme sind meistens eine Belastung für beide Partner (Symbolbild) (Quelle: Antonio Guillem/Thinkstock by Getty-Images)

Wer aus Plastikflaschen trinkt, trinkt das Plastik mit

In Plastikflaschen, Milchtüten und Lebensmittelverpackungen sowie in der Innenbeschichtung von Konservendosen kann sich der Stoff lösen. Besonders wenn die entsprechende Verpackung erhitzt wird, löst sich das BPA dann aus dem Kunststoff und geht in den Packungsinhalt, also das Getränk oder die Nahrung, über.

Daher sollte Sie möglichst wenig heiße Speisen und Getränke in Kunststoffbehälter aus Polycarbonat füllen und erwärmen. Lassen Sie außerdem Plastikflaschen mit Wasser nicht im Auto liegen – vor allem nicht im Sommer, da sie sich so aufheizen.

Bisphenol schadet Neugeborenen massiv

Bereits im Jahr 2008 zeigte eine Untersuchung aus den USA, dass BPA schwere Auswirkungen auf die Entwicklung des Gehirns bei Föten und Neugeborenen haben kann und durch seine hormonähnliche Wirkung insbesondere bei Kleinkindern die körperliche Entwicklung hemmt.

Deutsche Babyflaschen belastet

In Deutschland hatten bereits 2009 mehrere Hersteller Babyflaschen aus dem Verkauf genommen, die mit BPA belastet waren. Den Anlass dafür gab eine Untersuchung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Diese wies BPA in den Produkten nach. Seit dem 1. März 2011 ist es deshalb in der Europäischen Union verboten, Babyfläschchen mit BPA zu verkaufen. Doch das Problem ist: Alternative Stoffe könnten ebenfalls problematisch sein, wie neue Studien jetzt zeigen.

Plastik oder Glas?

Mineralwasserflaschen aus dem Kunststoff PET sollen in der EU angeblich ohnehin kein Bisphenol A enthalten. Die Frage, ob Glasflaschen oder Plastikflaschen die bessere Ökobilanz aufweisen, beschäftigt viele Deutsche. Genauso fragen sich viele, ob die PET-Flasche womöglich der Gesundheit schadet. Warum in der Umweltfrage nicht unbedingt das Material entscheidend ist, und aus welcher Verpackung Sie am Besten trinken sollten, erfahren Sie hier.

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