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Ernährungsstudie: Immer mehr Deutschen fehlt die Zeit für gesunde Ernährung

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Immer mehr Deutschen fehlt die Zeit für gesunde Ernährung

17.01.2011, 11:43 Uhr | dpa, tze, dpa

Ernährungsstudie: Immer mehr Deutschen fehlt die Zeit für gesunde Ernährung. Gesund essen? Keine Zeit! So geht es viele Berufstätigen. (Foto: imago)

Ist unsere Esskultur aus dem Takt geraten? Frühstück, Mittagessen, Abendessen - diese Folge fester Mahlzeiten passt bei vielen Deutschen nicht mehr in den Tagesablauf. Gegessen wird, wenn Zeit dafür ist. Hektik im Alltag bringt vor allem junge Leute und Berufstätige dazu, auf regelmäßige Ernährung zu verzichten und sich spontan mit kalorienreichen Snacks zu versorgen. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Ernährungsstudie "So isst Deutschland" des Lebensmittelkonzerns Nestlé.

"Essen ist ein Spiegel der Gesellschaft"

"Essen ist ein Spiegel der Gesellschaft", sagt Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach, das im Auftrag des Lebensmittelkonzerns mehr als 4000 Menschen nach Ess- und Einkaufsgewohnheiten gefragt hat. Zusammen mit weiteren Umfragen stützt sich die Studie auf die Angaben von etwa 10.000 Menschen.

Keine Zeit für regelmäßige Mahlzeiten

Ein wesentliches Ergebnis der Studie: Fast die Hälfte der Menschen mit einem unregelmäßigen Tagesablauf klagt über fehlende Zeit, sich so zu ernähren, wie sie es eigentlich möchte. Das gilt vor allem für Berufstätige, die 50 Stunden und mehr pro Woche arbeiten, Schichtarbeiter und Freiberufler. Immerhin 28 Prozent der Berufstätigen sagen, dass sie dazu nur noch am Wochenende kommen. Viele essen im Alltag nicht zu festen Zeiten oder wenn sie Hunger verspüren, sondern wann sie Zeit dazu finden.

Fast Food: verführerische Bequemlichkeit

Wer einen unregelmäßigen Tagesablauf hat, neigt dazu, Hauptmahlzeiten durch Snacks zu ersetzen. Hinzu kommt, dass das Angebot, sich außer Haus zu verpflegen, beispielsweise an Bäckereien und Imbissbuden, immer größer wird. Insbesondere in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sagen überdurchschnittlich viele, dass sie zu viel Süßes und Fast Food zu sich nehmen. Köcher weist auf die Fülle des täglichen Angebots hin: "Eine Gesellschaft, die so die Wahl hat, muss lernen, sich vernünftig zu ernähren und sich zu disziplinieren."

Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander

Die Studie belegt, dass es bei der Ernährung deutliche Unterschiede zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt: Inzwischen sagen 69 Prozent aller Deutschen, dass gute Ernährung für sie eine große oder sehr große Rolle spielt. Entscheidend seien gemeinsame Zeit zum Essen, Vielfalt und Frische. Aber nur 35 Prozent wünschen sich mehr Zeit zum Kochen.

Wohl von Kindern und Tieren ist wichtig - darf aber nicht mehr kosten

Seit einigen Jahren werden Konsumenten verstärkt mit Begriffen wie Nachhaltigkeit oder sozialer Verantwortung konfrontiert. Doch was damit gemeint ist, ist vielen nicht klar. Zudem klaffen auch dabei Wertvorstellungen und Zahlungsbereitschaft auseinander. Zwar halten es zwei Drittel der Befragten für wichtig, dass Lebensmittel ohne Kinderarbeit erzeugt werden, und fast ebenso viele legen Wert auf artgerechte Tierhaltung. Aber nur ein Drittel von ihnen ist bereit, dafür höhere Preise zu bezahlen.

Leichter Rückgang bei Bio-Lebensmitteln

Dazu passt, dass der Bio-Anteil laut der Nestlé-Studie stagniert. Gegenüber der ersten Studie aus dem Jahr 2009 sei die Gruppe der bewussten Bio-Käufer um drei Punkte auf 16 Prozent geschrumpft, heißt es in der Studie. Gute Produkte erwarten die Konsumenten vor allem bei Waren aus der Region, zu denen nach eigener Einschätzung 37 Prozent regelmäßig und 44 Prozent gelegentlich greifen. Wissenswert bei der Betrachtung dieser Ergebnisse ist, dass die Umfrage bereits vor dem aktuellen Lebensmittel-Skandal um Dioxin in Eiern und Fleisch abgeschlossen war. Durch den Skandal ist die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln aktuell wieder gestiegen.

Wie Einkommen und Bildung die Ernährung beeinflussen

Die Ernährungsgewohnheiten von Kindern - und somit deren Gesundheit und Körperfülle im Erwachsenenalter - werden maßgeblich im Elternhaus geprägt. 66 Prozent der Eltern gaben bei der Befragung an, auf gesunde Lebensweise großen Wert zu legen. Allerdings ist die Ernährung stark an Einkommen und Bildung gekoppelt. So ergab die Studie, dass es in sozial schwächeren Schichten überdurchschnittlich viele "maßlose" und "leidenschaftlose" Esser vertreten seien, also Esstypen, die sich weniger Gedanken über gesunde Ernährung machen.

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