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Eisenüberschuss: Ist zu viel Eisen im Blut gefährlich?

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Ernährung  

Eisenüberschuss: Ist zu viel Eisen im Blut gefährlich?

24.11.2014, 14:47 Uhr | ng (CF) / nic

Eisenüberschuss: Ist zu viel Eisen im Blut gefährlich?. Auf Eisenüberschuss kann der Körper mit Bauchkrämpfen reagieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf Eisenüberschuss kann der Körper mit Bauchkrämpfen reagieren. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie zu viel Eisen im Blut haben, kann das entweder auf eine genetische Veranlagung zurückzuführen sein oder die Ursachen liegen in Ihrer Ernährung. In jedem Fall sollten Sie einen Eisenüberschuss - im medizinischen Fachjargon Hämochromatose - nicht auf die leichte Schulter nehmen. Denn für Ihre Gesundheit kann die Überkonzentration des Spurenelements negative Folgen haben. In unserer Fotoshow finden Sie eine kleine Übersicht der Lebensmittel, die viel Eisen enthalten. Diese sollten Sie bei Eisenüberschuss meiden.

Die Folgen eines erhöhten Eisenanteils im Blut

Generell gilt Eisen als einer der wichtigsten Spurenelemente für den menschlichen Körper. Er ist ein wesentlicher Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin und sorgt dafür, dass das Blut ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Der Normalwert hängt stark von Geschlecht und Alter ab, liegt bei Frauen aber in etwa zwischen 4 μmol/l und 30 μmol/l und bei Männern etwa zwischen 6 μmol/l und 30 μmol/l.

Bei zu hohem Eisenanteil im Blut besteht die Gefahr, dass der Lebensalltag erheblich erschwert wird, da sich das überschüssige Eisen in den Organen ablagert. Die Folgen sind, laut Angaben der Landesärztekammer Baden-Württemberg, oft Gewebeschäden und Vergiftungserscheinungen in Leber, Bauchspeicheldrüse, Herz, Hirnanhangdrüse oder den Gelenken.

Symptome von zu viel Eisen

Bemerkbar machen sich diese Veränderungen anschließend durch Schmerzen. Ob Bauchkrämpfe, Gelenkschmerzen oder ein Stechen in der Brust. All dies sind Reaktionen des Körpers auf den erhöhten Anteil von Eisen. Wenn diese Symptome auftreten und Sie den Verdacht auf Eisenüberschuss haben, sollten Sie sich von ihrem Hausarzt untersuchen lassen.

"Eisenüberladung beschreibt den Zustand, bei dem sich überschüssiges Eisen in wichtigen Körperorganen ablagert. Das sind typischerweise die Leber, das Herz, aber auch viele Drüsen, wie zum Beispiel die Bauchspeicheldrüse. Und all diese Organe können langfristig in ihrer Funktion eingeschränkt werden durch diese Eisenüberladung", erklärt Dr. Karl-Anton Kreuzer von der Uniklinik Köln gegenüber dem Deutschlandfunk. Auch die möglichen Spätfolgen sind gefährlich. Laut apotheken-umschau.de umfasst das schwere Erkrankungen wie Leberzirrhose, Diabetes, Herzschwäche oder Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Gefahren und Ursachen

Ein Eisenüberschuss im Blut kann verschiedene Ursachen haben. In den meisten Fällen ist es die erblich bedingte Hämochromatose. Die Stoffwechselerkrankung wird laut fid-gesundheitswissen.de durch eine Mutation des HFE-Gens hervorgerufen, welches die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung steuert. Bei der Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit) nimmt der Körper mehr Eisen aus der Nahrung auf, als er braucht und entsorgen kann, daher sammelt sich überschüssiges Eisen an. Ohne Behandlung kann der Eisenwert im Blut gefährlich ansteigen.

Durch diverse andere Ursachen kann es allerdings auch zur sogenannten Sekundären Hämochromatose kommen, einer erworbenen Eisenüberladung. Das kann vor allem nach häufigen Bluttransfusionen passieren. Auch der übermäßige Verzehr von eisenhaltigen Lebensmitteln - vor allem Fleisch, aber auch Vollkorn-Produkten oder Nüssen - kann dazu beitragen. Die Gefahr hierbei ist, dass während dessen noch keine Auswirkungen sichtbar werden. Umso schwieriger ist es, anschließend die Folgen zu bekämpfen.

Vorsorge und Behandlung

Um der Gefahr zu entgehen, sollten Sie auf eine entsprechende Ernährung achten. Der Körper ist zwar auf die Zufuhr von Eisen angewiesen – das Verhältnis muss jedoch stimmen. Bedenken Sie, dass tierische Produkte einen hohen Eisenanteil besitzen. Bei erhöhten Eisenwerten wird in der Regel eine engmaschige Laborkontrolle vorgenommen. Wenn bei ihnen ein Eisenüberschuss diagnostiziert wird, ist laut apotheken-umschau.de die häufigste Behandlungsmethode der Aderlass.

Dabei wird in regelmäßigen Abständen Blut abgenommen, bis sich der Eisenhaushalt erholt hat. Das kann im besten Fall wenige Wochen oder Monate dauern, im schlimmsten ein Jahr oder etwas länger. Sobald sich der Eisenhaushalt normalisiert hat, ist der regelmäßige Aderlass nur noch zwei bis vier mal pro Jahr nötig. Es gibt auch eine medikamentöse Behandlung, allerdings wird diese selten eingesetzt, da der Aderlass einfacher und genauso wirksam ist.

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